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Ausgabe
02
2018


Porsche Ice, Ice, Baby!

Diverses

Mit Zuffenhausener Edelmetall und Altmeister Walter Röhrl unterwegs beim Winterfahrtraining im Kälteloch Lungau. Bei strammen Minusgraden verkosteten wir das gesamte Porsche-Portfolio. Immer unter der strengen Aufsicht des "Langen".


Autofahren beginnt für ihn dort, wo er den Wagen mit dem Gaspedal statt dem Lenkrad steuert. Sagte einst Walter Röhrl -zweifacher Rallye-Weltmeister, vierfacher Sieger der Rallye Monte Carlo, Bezwinger des legendären "Pikes Peak". Für viele Experten ist er schlicht und ergreifend der beste Rallye- Fahrer aller Zeiten. Jetzt ist "der Lange" 70 Jahre alt. Und seit 25 Jahren aktiv für Porsche tätig.

Dieses Jubiläum zelebrierten die Zuffenhausener mit einem kleinen Kreis von Motorjournalisten bei einem Winterfahrtraining im Thomatal. Gleich daneben im Lungauer Kälteloch -genauer gesagt in Gmünd - hatte Ferdinand Porsche im Jahr 1948 in seinem Werk mit dem "356 Nr. 1 Roadster" das erste Fahrzeug mit dem Namen Porsche gebaut. Eine durchaus geschichtsträchtige Gegend also für den deutschen Sportwagenhersteller.

Und weil Porsche Porsche ist, geriet das Training auf den Schnee- und hauptsächlich Eispisten von Reini Sampls Fahrtechnikzentrum (www.winterfahrtraining.at) zu einem atemberaubenden Speed-und Drift-Event. Immer unter der strengen Aufsicht des Altmeisters.

hohe Temperatur trotz Eis und schnee

Walter Röhrl, mit einer schweren Grippe angereist, konnte uns krankheitsbedingt leider nur wenig von seiner Fahrkunst zeigen. Umso markig-kerniger fielen seine Ansagen über Funk aus, wenn unser Driftwinkel wieder einmal alles andere als perfekt war. Das passierte leider häufiger, als es uns lieb war.

stabil instabil

Driften? Das ist bekanntlich die Kunst, einen instabilen Zustand stabil zu halten. Zitat: Walter Röhrl. Natürlich. Von seinem Beobachtungsposten in seinem 911 Turbo sprach er uns übers Mikro nicht mit unseren Vor-,sondern mit Autonamen an: "Roter Cayman, das war jetzt eine wirklich schöne Kurve", hörten wir über Funk ebenso wie "Grauer Macan, schneller denken, schneller lenken!". Wir konnten den instabilen Zustand des öfteren durchaus stabil halten, waren aber das eine oder andere Mal auch durchaus stabil instabil.

psm: sanft, aber konsequent

Das lag nicht an den Fahrzeugen, die als Gesamtkunstwerke insgesamt so grandios sind wie im Speziellen deren "Porsche Stability Management" (kurz: PSM). Das weistübermotiviert gasgebende Piloten sanft, aber konsequent in die Schranken. Noch bevor instabile Situationen entstehen können. Es ist individuell an den jeweiligen Fahrzeugtyp angepasst, überwacht die Dynamikparameter laufend und reagiert im Bedarfsfall blitzschnell. Ein potenzieller Lebensretter für Möchtegern-Röhrls.

Nichtüber-,aber zumindest höchstmotiviert suchten wir den direkten Vergleich zwischen Fahrten mit und ohne PSM. Meistens fuhren wir: ohne PSM. Weil es, hier auf den abgesicherten Pisten abseits des öffentlichen Verkehrs, einfach lustiger ist.

die Qual der wahl

Also bewegten wir dreist driftende Cayennes, maskulin mäandernde Macans, sportlich spurtende 911er, perfekt partizipierende Panameras, spektakulär spritzige Caymans. Porsche hatte schließlich das gesamte Fahrzeug-Portfolio zur Degustation ins Thomatal gebracht. Da fiel die Fahrzeugwahl ganz und gar nicht leicht. Also haben wir sie alle verkostet.

porsches großer wurf

Die Highlights? Der brandneue Cayenne, im aktuellen Modelljahr noch einmal perfektioniert. Ein Auto für alle Fälle, auf der Autobahn ebenso wie im Gelände, auf Eis, Schnee und Matsch. Dabei mit einer für SUV-Verhältnisse fast einmaligen Dynamik. Der Macan: Porsches großer Wurf im Segment der semikompakten SUV. Die ebenso auf Wunsch allradgetriebenen Modelle Panamera und 911.

gut beherrschbare heckschleuder

Und - man möge es uns, den gelernten Allradjournalisten bitte nachsehen: Der über die Hinterachse angetriebene und mittelmotorisierte Cayman. In der "GTS"-Ausstattung eine unpackbar dynamische und dennoch im Drift auf Eis und Schnee überraschend gut beherrschbare "Heckschleuder" im positivsten Sinn. Das Auto lässt sich unglaublich leicht anstellen, ist im Drift mit kontrolliertem Gasgeben großartig über die Hinterachse lenkbar. Dazu hat man das Gefühl, dass das Lenkrad die Vorderachse immer freiwillig in die richtige Einschlagposition bringen will.

bloß eine notlösung?

Das halten wir hier jetzt einfach so fest. Auch wenn Herr Röhrl einmal gesagt hat, dass im Rallyesport "seine Vermutung bestätigt wurde, dass ein Auto mit zwei angetriebenen Rädern nur eine Notlösung ist". Betreffend Porsche sei ihm widersprochen. Da gibt es keine Notlösungen. Aber das wissen wir nicht erst seit unseren Drift-Abenteuern im Thomatal.








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