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01
2018


Pleiten: Entgegen dem Trend

Handel

Die Zahl der Gesamtinsolvenzen ging 2017 inÖsterreich zurück, im Bereich Transportmittel/Kraftfahrzeuge schnellte sie nach oben.


Die knappüber 5.000 insolventen Unternehmen 2017 bedeuten, wie Dr. Hans-Georg Kantner (Leiter KSV 1870 Insolvenz) und Mag. Ricardo-José Vybiral, MBA (Geschäftsführer KSV 1870) betonen, "den niedrigsten Wert seit 20 Jahren". Besonders deutlich manifestiere sich der Rückgang im Jahr 2017, wenn man ihn ander Zahl der rund 430.000 aktiven Unternehmen (ohne Ein-Personen-Unternehmen) in Österreich messe: "Dieser Vergleich ergibt eine Insolvenzhäufigkeit der österreichischen Unternehmen von einmalig niedrigen 1,2 Prozent", so Kantner. Wermutstropfen: Die Zahl der Insolvenzen im Bereich Transportmittel/Kraftfahrzeuge ist 2017 angestiegen, wie aus der aktuellen Statistik des Kreditschutzverbandes 1870 (KSV)/Wien hervorgeht. Demnach mussten 171 Unternehmen im Bereich Transportmittel/Kraftfahrzeuge Insolvenz anmelden, ein Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (164). Über 116 Unternehmen (2016: 104) wurde Konkurs eröffnet -ein Zuwachs von 11,5 Prozent. Ein Rückgang wurde bei den mangels kostendeckenden Vermögens nicht eröffneten Insolvenzverfahren registriert: 55 Fälle (2016: 60) entsprechen einem

Minus von 8,3 Prozent. Negativ entwickelten sich die geschätzten Insolvenzverbindlichkeiten, die von 76,9 Millionen Euro (2016) auf 97 Millionen Euro (+26,1 Prozent) anwuchsen. Für das Jahr 2018 rechnet Kantner mit keinem weiteren Rückgang der Insolvenzen. "Momentan brummt der Konjunkturmotor, dies wird Investitionen der Unternehmen in industrielle Kapazitäten nach sich ziehen. Sobald diese -nicht nur in Österreich -spürbar anziehen, werden auch die Euro-Zinsen im Gefolge der dadurch ausgelösten Konjunktur angehoben werden", so Kantner: "Sollten die Zinsen in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 angehoben werden, ist absehbar, dass die Insolvenzen nicht mehr sinken, sondern latent ansteigen werden." (DSC)

Von Bruckmüller bis Royal Trading

Die größten Insolvenzen im Bereich Transportmittel/Kraftfahrzeuge 2017 (bis Mitte Dezember): Reifen Bruckmüller-Gruppe -Hans Bruckmüller Reifengroßhandel GmbH/Kremsmünster, Reifen Bruckmüller GmbH/Wels, Reifen Bruckmüller GmbH/Sierning, "BRM" KFZ-Leasing Dr. Othmar Bruckmüller/Sierning (51,5 Millionen Euro Passiva) Straßnitzky GmbH&Co KG/Halbenrain (4,9 Millionen Euro Passiva) RTA Hirscher GmbH/St. Martin im Tennengebirge (3,7 Millionen Euro Passiva) Susanne Elfriede Mulley, "Drautank"/Villach (1,7 Millionen Euro Passiva) C+S Zweirad GmbH/Graz (1,7 Millionen Euro Passiva) Motorfun B30 GmbH/Heidenreichstein (1,4 Millionen Euro Passiva) Altindis Trading GmbH/Wien (1,3 Millionen Euro Passiva, vorm. AKIN Travel GmbH) ClassicCar-CompetenceCenter GmbH/Redl Zipf (0,9 Millionen Euro Passiva) und Royal Trading GmbH/Zipf (835.000 Euro Passiva).

"Sollten die Zinsen wieder angehoben werden, wird die Zahl der Insolvenzen steigen."

Dr. Hans Georg Kantner








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