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Ausgabe
12
2017


Vermeintliche Sicherheit

Diverses

Verbesserte Fahrwerke, problemloses Fahrverhalten und moderne Assistenzsysteme vermitteln ein subjektives Sicherheitsgefühl, das mit schlechter Bereifung trügerisch sein kann.


Meistens fällt es uns in dieser Intensität gar nicht auf, weil der Fortschritt so gleichmäßig und so gar nicht revolutionär passiert. Und doch ist er gewaltig. Die Rede ist von der laufenden Verbesserung des Automobils. Es ist ja ganz normal, dass das neue Modell besser fährt als das alte, dass es ein paar technische Spielereien mehr hat als das Vorgängermodell. Aktive und passive Sicherheit hat man das vor ein paar Jahren genannt, jetzt sind es die Assistenzsysteme. Gut.

Unmerkliche Verbesserung des Fahrkomforts

Wirklich merken würden wir die beeindruckende Entwicklung in der Automobiltechnologie wohl erst, wenn wir wieder in ein altes Auto einsteigen, in ein Modell aus den 80er-Jahren zum Beispiel. Ganz entscheidend und in manchen Fällen auch etwas irreführend ist die gewaltige Verbesserung der Fahrwerke in Verbindung mit den Assistenzsystemen. Dazu kommen die Größe, oft die Höhe und vor allem die Ruhe in den modernen Automobilen. Die reduzierten Geräusche durch Fahrkomfort und Geräuschdämmung lassen immer weniger von der Außenwelt ins Fahrzeuginnere durch. Und damit auch weniger von den Gefahren, die nochimmer auf den Straßen lauern.

Assistenzsysteme erhöhen die Sicherheit

Klar, diese modernen Fahrwerke und die Assistenzsysteme haben die Sicherheit deutlich erhöht, dennoch gibt es eine entscheidende Voraussetzung für die richtige Funktion: der optimale Kontakt zur Straße! Und der kann letztlich nur vom richtigen Reifen gewährleistet werden. "Richtig" bedeutet in diesem Fall: wie vom Automobilhersteller für dieses Fahrzeug vorgesehen, korrekt im Hinblick auf Fahrzeugalter und Profiltiefe (lesen Sie dazu auch den Artikel in FAMILIENAUTO 2016) und ganz besonders entscheidend, den Witterungen und der Jahreszeit entsprechend. Ein Beispiel: Geländewagen, Allradfahrzeuge und die wachsende Kategorie der SUV vermitteln durch die erhöhte Sitzposition,die hohe und etwas breitere Karosserie und vor allem durch den meist serienmäßigen Allradantrieb ein vermeintliches und damit gefährliches Sicherheitsgefühl. Denn die ersten kalten Temperaturen bei Regen, ein bisschen Schnee oder gar eine eisglatte Stelle machen dem neuen Familienauto beim Beschleunigen gar nichts aus. Der Allradantrieb sorgt für souveränen Vortrieb und ermöglicht ein gutes Gefühl, auch wenn man die Geschwindigkeit in weiterer Folge erhöht.

Falsche Saisonbereifung ist gefährlich

Kein Problem, solange auch die richtige Bereifung am Fahrzeug montiert ist. Sollte zu Beginn der kalten Jahreszeit aber noch der Sommerreifen aufgezogen sein, wird"s gefährlich. Denn beim Bremsen helfen alle Vorteile des bulligen SUV, des souveränen Allradantriebes und der modernen Assistenzsysteme nur mehr wenig. Die Physik zeigt knallhart ihre Grenzen auf. Stellen Sie sich die Dynamik vor, die ein vollbeladenes SUV mit etwa zwei Tonnen Gewicht und - sagen wir -einer Kurvengeschwindigkeit von 100 km/h erzeugt. Die Verbindung zur Straße erfolgt über vier Reifen, die jeweils auf der Größe einer Handfläche mit dem - rutschigen -Boden Kontakt haben. Nun haben Sie einen kleinen Eindruck, wie wichtig ein guter, neuwertiger und funktionierender Reifen ist.Die Problematik gibt es übrigens auch umgekehrt: Ein Winterreifen auf trockenem, heißem Asphalt im Sommer kommt ebenso an seine Haftungsgrenzen.

Lassen Sie sich beraten

Kurz zusammengefasst: Ein Auto ist nur so gut wie seine Reifen, und das hängt von mehreren Faktoren ab. Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Autohaus oder Ihrem Reifenfachbetrieb beraten und achten Sie auf das richtige Modell für Ihr Fahrzeug, die richtige Saisonbereifung mit Sommer-,Winter-oder in manchen Fällen auch einem Ganzjahresreifen. Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen ein paar Themen wie Pannensicherheit, Ganzjahresreifen und den richtigen Reifendruck näherbringen, damit Sie und Ihr Fahrzeug auch immer die optimale Bodenhaftung haben. »

Das ganze Jahr?

"Ist der Reifenwechsel zwei Mal im Jahr wirklich nötig? Gibt es noch immer keinen Reifen für das ganze Jahr?", lauten oft die Fragen. Die Antwort, die dabei widersprüchlicherweise für beide Fragen gilt: Ja! Dazu muss man etwas ins Detail gehen. Österreich ist naturgemäß ein Land, in dem eine spezielle Bereifung in der Sommer-und Wintersaisonnotwendig und sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Das bedeutet, dass in der Zeit zwischen 1. November und 15. April ein Reifen mit Winterkennzeichnung montiert sein muss. Abgesehen davon ist das natürlich sehr sinnvoll. In einem Land mit Schnee, Eis und niedrigen Temperaturen wäre es äußerst fahrlässig -und seit einigen Jahren illegal - mit Sommerreifen durch den Winter zu fahren. Dabei sollte man wissen, dass es nicht Eis und Schnee braucht, um einem Winterpneu den Vorzug zu geben. Denn es ist nicht nur das Profil, vielmehr entscheidet die Gummimischung über die Haftung bei den jeweiligen Temperaturen. Sommermodelle sind also viel härter als die Winterausführungen, je niedriger die Temperatur, umso weniger haftet der Sommer-und umso mehr der Winterreifen. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Ein Winterreifen hat im Sommer, speziell bei trockenem, heißem Asphalt, große Haftungsprobleme, weil die Gummimischung dann zu weich wird. Dazu kommt ein drastisch erhöhter Verschleiß.

Ja, es gibt Reifen für das ganze Jahr

Das "Ja" auf die zweite Frage, nämlich dem Reifen fürs ganze Jahr, bezieht sich in Österreich bislang auf wenige Situationen, dort macht es allerdings sehr wohl Sinn. Diese Ganzjahresreifen kommen in vielen Ländern zum Einsatz, sind dort teilweise serienmäßig auf Neufahrzeugen montiert. In Österreich braucht es bestimmte Voraussetzungen, um diese Reifenart zu empfehlen. "Eine Kilometerleistung von weniger als 5.000 pro Jahr sowie ein urbanes Umfeld, wo nicht generell mit Schnee zu rechnen ist", erklärt Harald Kilzer, Geschäftsführer von Apollo Vredestein, einem führenden Anbieter von Ganzjahresreifen, die Voraussetzungen und die Gründe dafür. Bei 5.000 Kilometern pro Jahr wäre eine Saisonbereifung nur maximal 2.500 Kilometer pro Jahr im Einsatz. "Damit ist die durchschnittliche Laufleistung eines Reifens, nämlich 25.000 Kilometer, erst nach zehn Jahren erreicht", so Kilzer. Das Produkt müsste daher ausAltersgründen bereits früher ersetzt werden. "Mit einem Ganzjahresreifen ist die Laufleistung in fünf Jahren erreicht." Somit ist ein deutlicher Vorteil in der Wirtschaftlichkeit gegeben.

Nur im urbanen Umfeld

Die zweite Voraussetzung betrifft die Wohngegend. InÖsterreich kommen dafür einige Ballungszentren im Osten des Landes infrage, weil hier nur selten wirklich winterliche Fahrverhältnisse herrschen. Eine größere Stadt wird deshalb angeführt, weil man hier bei einem heftigen Wintereinbruch auch auf das Auto verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen kann. "Ist man auf das Auto angewiesen, wohnt man in Gegenden, wo es regelmäßig Schnee gibt und fährt man mehr als 5.000 Kilometer pro Jahr, empfehlen wir von Apollo Vredestein einen Einsatz von Sommer-und Winterreifen", erklärt Kilzer.

Treffen alle Eigenschaften für den Einsatz eines Ganzjahresreifens zu, ist man bei Apollo Vredestein in jedem Fall bestens aufgehoben. "Vredestein hat bereits vor 20 Jahren den ersten Ganzjahresreifen eingeführt und auf Basis dieser Erfahrung vor 20 Jahren den Quatrac 5 entwickelt", berichtet Kilzer. Sicherheit in beiden Saisonen garantiert das All-Season-Modell mit seinem asymmetrischen Laufflächendesign mit einer Sommer-und einer Winterseite. Für sicheren und gesetzlich erlaubten Einsatz im Winter verfügt der Quatrac 5 über ein Schneeflocke-Symbol sowie die Bezeichnung M+S. »








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