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Ausgabe
12
2017


Fehler sind selten im Steuergerät

Wirtschaft

Mag. Gerhard Illek ist Ingo Glatter als Director Sales and Marketing nachgefolgt und erzählt im Gespräch mit AUTO&Wirtschaftüber Geschäftsentwicklung, effiziente Fehlersuche und die Zukunft der Diagnose.


A&W: Wie hat sich das Geschäft in den einzelnen Bereichen für AVL Ditest entwickelt? Mag. Gerhard Illek: Insgesamt sind wir sehr erfolgreich, speziell im Geschäft mit den Automobilherstellern und in der Elektromobilität -sowohl bei den bestehenden Kunden als auch bei einigen Neukunden.

Die Fahrzeugdaten werden zukünftig über die Server der Automobilhersteller laufen. Was bedeutet das für die Werkstätten? Illek: Zukünftig wird die Fahrzeugdiagnose immer mehr direkt ins Fahrzeug integriert bzw. über den Hersteller laufen. Die Frage ist nicht, wie und wo der Fehler angezeigt wird, sondern wie die freie Werkstatt Zugang zur Fahrzeugdiagnose bekommt. Ein Zugang für freie Werkstätten muss auch in Zukunft gewährleistet werden. Ich glaube nicht, dass die Autohersteller zukünftig alle Fahrzeuge im Feld selber betreuen wollen und können. Als freie Werkstatt muss man sich also keine Sorgen machen, dassman zukünftig Fahrzeuge nicht mehr diagnostizieren kann.

"Ich glaube nicht, dass die Autohersteller zukünftig alle Fahrzeuge im Feld selber betreuen."

Hat die klassische Diagnose noch Zukunft? Illek: Auf jeden Fall, denn mit der Anzeige der Fehlermeldung oder der Fehlercodes ist es ja noch nicht getan. Dass es noch immer Werkstätten gibt, die bei einer Fehlermeldung als erste Lösung das Steuergerät oder Bauteile tauschen, kann ich nicht nachvollziehen. Der Fehler liegt selten im Steuergerät, sondern meistens in den Sensoren oder in der Verkabelung. Die Messtechnik, in der wir mit unserem Oszilloskop sehr gut aufgestellt sind, wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Besonders in der Elektromobilität gibt es viele neue Anforderungen und Entwicklungen. In diesem Bereich sind wir sicher führend. Zur Zeit arbeiten wir an verschiedenen modularen Tools für die Elektromobilität, welche für unterschiedliche Anwendungsfälle kombiniert werden können.

Wie würden Sie die Stärken von AVL Ditest zusammenfassen?

Illek: Wir können auf alle Anforderungen der Automobilhersteller flexibel und individuell reagieren und gewinnen damit viele Ausschreibungen für neue Entwicklungen. Wir haben das Knowhow und die Kompetenz im eigenen Haus. So werden wir auch von den Fahrzeugherstellern wahrgenommen und das bringt uns einen großen Wettbewerbsvorteil. Sowohl die freien Werkstätten als auch die Markenbetriebe profitieren sehr stark von unserer Innovationskraft. Früher oder später hat die freie Werkstatt die selben Bedürfnisse wie die markengebundene Werkstatt. (GEW)








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