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Ausgabe
12
2017


Die Zugkraft der Marke Borgward

Handel

Digitaler Vertriebüber das Neuwagen-Portal von Sixt, Service bei A.T.U -so soll der Neustart von Borgward in Deutschland aussehen. Tom Anliker, Senior Vice President Global Marketing, Sales and Services, über die Aussichten der Traditionsmarke in Österreich.


A&W: Sie haben den Beginn des Verkaufs neuer Borgward-Modelleüber Sixt-Neuwagen.de bekannt gegeben. Wie weit ist das eine Lösung für den ganzen deutschsprachigen Raum?

Tom Anliker: Wir prüfen derzeit mehrere Optionen, um unseren Kunden zeitgemäße Vertriebslösungen anzubieten. Ob die Lösung mit Sixt-Neuwagen.de daher auch eine Option für den gesamtendeutschsprachigen Raum ist, ist noch offen.

Also kommt da noch etwas -das ist noch nicht alles, oder? Könnte man das so sagen?

Anliker: Lassen Sie uns zunächst in Deutschland starten -dann sehen wir weiter.

Also zunächst einmal nur in Deutschland, nicht in Österreich? Was wird die Aufgabe von Herrn Lautenschläger als Executive Director Europe Operations sein, der ja an Sie berichtet?

Anliker: Die Aufgabe von Gerald Lautenschläger wird es sein, das Vertriebssystem in Europa aufzubauen: beginnend mit Deutschland. Weiter geht es dann in der D-A-CH-Region, und in der Folge werden wir dann weitere Märkte ins Auge fassen.

Wann werden die neuen Borgward in Österreich, wann in der Schweiz erhältlich sein?

Anliker: Wir sind zurzeit in Gesprächen mit potenziellen Partnern. Wie rasch Borgward auch in Österreich und in der Schweiz sein wird, kommt darauf an, wie schnell und erfolgreich wir da vorankommen.

Wären auch "normale" Händler und ein "normaler" Importeur denkbar -oder ist die Lösung generell, mit Portalen wie Sixt-Neuwagen zusammenzuarbeiten?

Anliker: Wenn wir mit einem Importeur oder Partner zusammenarbeiten wollen, dann müsste das einer sein, der digital-affin ist und in die gleiche Richtung denkt wie wir.

Wann soll Borgward offiziell in das Angebot von Sixt-Neuwagen aufgenommen werden?

Anliker: Das wird dann so weit sein, wenn die Preise bekannt sind und die Produkte aufgeschaltet werden.

Gibt es dafür eine Zeitidee?

Anliker: Voraussichtlich Ende des Jahres.

Woher sollen sich mögliche Borgward- Kunden rekrutieren bzw. wie werden die im Sixt-Neuwagenportal mit vielen Marken zu Borgward hingeführt? Wie wird das gerankt?

Anliker: Diese Details klären wir derzeit mit unserem Partner.

Welche Funktionen wird das A.T.U-Netz für die Marke Borgward erfüllen? Service, Garantie oder wird A.T.U auch die Autos ausliefern? Wie kommt das Auto von Sixt zum Kunden? Wird das Auto nur in Form der Miete oder auch zum Kauf oder Leasing angeboten werden?

Anliker: Sixt hat ein komplettes Konzept von der Bestellung bis zur Auslieferung. Wir werden die Möglichkeit haben, mit Sixt sowohl Kauf als auch Finanzierung und Leasing anzubieten.

Was wird also die Funktion von A.T.U sein?

Anliker: Wir sind noch daran, mit A.T.U das Servicekonzept auszuarbeiten. Da muss ich um Geduld bitten.

Werden die -derzeit markenfreien -A.T.U-Betriebe als Borgward-Werkstätten autorisiert und signalisiert werden? Wie wird man sehen, dass bei A.T.U eine Borgward-Werkstatt ist?

Anliker: Wir haben mit A.T.U vereinbart, dass beide Marken eigenständig bleiben und Borgward sehr dezent signalisiert sein wird. A.T.U-Betriebe werden also nicht in Borgward-Werkstätten umgestaltet werden.

Wird es über die A.T.U-Betriebe hinaus Borgward-Werkstätten geben oder sind die mehr als ausreichend?

Anliker: Wir sind, wie gesagt, derzeit dabei, mit A.T.U das ganze Konzept zu entwickeln.

Wird der A.T.U-Vertrag dann auch für Österreich gültig sein?

Anliker: Wie gesagt: Sixt und A.T.U sind die Partner für den Marktstart in Deutschland. Weitere Schritte werden dann mit der Zeit kommen -mit wem auch immer.

Begonnen wird mit dem BX7, dann kommen BX5 und BX6 -wird das Stufenhecküberhaupt nach Europa kommen? Dann folgt die Isabella -wann auch immer. Begonnen werden sollte ja ursprünglich mit der Elektroversion des BX7. Wann kommt der BX5, der ja in China schon in Produktion ist? Welche sind die Europa-Launchdaten?

Anliker: Wir haben angekündigt, dass wir mit dem BX7 in den Markt starten werden, und für den Rest möchte ich noch nicht die Katze aus dem Sack lassen. Der auf der IAA in Frankfurt vorgestellte rein elektrisch angetriebene BXi7 war die Premierenversion für die Produktion in Bremen -der dürfte daher nicht vor 2019 kommen. Der BX5 wird in China bereits hergestellt und verkauft. Und wie unser CEO Ulrich Walker gesagt hat, werden BX5 und BX6 voraussichtlich vor 2019 auf dem europäischen Markt erhältlich sein.

Wo wird der Borgward-Vertrieb künftig seinen Sitz haben -wird der nach Bremen verlegt oder wird der in Stuttgart bleiben?

Anliker: Zurzeit ist nichts anderes angedacht als sowohl die Borgward-Weltzentrale als auch die Europazentrale weiterhin in Stuttgart zu belassen: Im Moment bestehen jedenfalls keine Pläne der Verlegung nach Bremen.

Welche Regionen erschließen Sie derzeit gerade für Borgward im Export? Sie sind ja bereits in China, in Laos und im Nahen Osten vertreten

Anliker: Laos warüberraschenderweise letztes Jahr der erste Exportmarkt -überraschenderweise, denn dort konnte Borgward an der ersten internationalen Automobilausstellung teilnehmen, die in Laos stattfand: Es war ein großes Erlebnis für mich, schließlich war ich dort der einzige Europäer. Der Verkauf dort istweit, weit über unseren Erwartungen und Schätzungen für das Land. Das zeigt die Zugkraft der Marke Borgward. Im März dieses Jahres haben wir die Verträge für 5 Länder im Mittleren Osten unterschrieben. Die Markteinführung von Borgward wird dort Ende dieses Jahres mit der Dubai Motor Show erfolgen. Nun bereiten wir als nächstes den Export in Länder Südamerikas -Chile, Argentinien und Peru - vor.

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