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Ausgabe
12
2017


Kommentar: Vorsicht, Sackgasse!

Diverses

Das Autoabsatzjahr 2017 stand im Fadenkreuz der Mobilitätsveränderer, dynamisiert durch den von Volkswagen heraufbeschworenen "Dieselskandal".


Trotzdem und bei allen ideologisch motivierten Einschränkungen und Teuerungen wird der Autohandel über 350.000 (!) Pkw-Neuzulassungen bejubeln. Davon über 50.000 großteils unverkaufte Tageszulassungen und auch noch welche aus dem Jahr zuvor. Sie lesen richtig! Damit verknüpft sich eine unvereinbare Argumentationslogik, mit der der Autohandel weiter politisch wenig ausrichten kann. Auf Kongressen und Messen reden sich inzwischen Autohersteller die digitalisierte Mobilitätswelt herbei, während ihre Händler profan in kostspielige Markenstandards investieren dürfen, nur um ihre Verträge zu behalten. Bedenkt man die zehnjährige Abschreibedauer, kann man sich ausrechnen, was sich in dieser Zeit die Hersteller an neuen Vertriebsstrategien einfallen lassen, um ihre Absatzpartner nicht zu groß werden zu lassen.

2018 wird sich weisen, wie neue Vermarktungsformen die Gesellschaft zum Besseren verändern können, wie sich propagierte soziale Marktwirtschaft gegen fortgesetzte Globalisierung behaupten kann. Auch diese Transformation wird stattfinden müssen, will unsere Wirtschaft nicht kollabieren.

Indes werden weiter sinkende Margen den Konsolidierungsprozess im Autohandel treiben, gleichzeitig werden die Verkaufsstückzahlen auf dem Papier hoch gehalten. Österreichs Importeure prognostizieren sich 2018 jetzt schon über 320.000 Neuzulassungen. Mit dem Service wird also weiter das Kerngeschäft, der Verkauf von Autos, befeuert.

Im Zusammenwachsen neuer Geschäftsmodelle mit bislang unbekannten Marktgrößen, wo es um den Einfluss auf die Daten geht, kann Österreichs Fahrzeugwirtschaft vorneweg wenig ausrichten.

Sie kann sich jedoch in kleinen wendigen Schritten ihren Teil vom Kuchen sichern, denn bei aller unser künftiges Leben beeinflussenden künstlichen Intelligenz bleibt der persönliche vor Ort gelebte Kontakt zum Kunden unverzichtbar.

Schneller, wendiger, cleverer sein. Das ist die Chance, die unseren mittelständisch geprägten Unternehmertyp vor wachsender, unliebsamer, härtester Konkurrenz schützen kann.

Mit unseren Besten der Branche gestalteten Automedien werden wir auch 2018 diesen Prozess medial begleiten. Darin Missstände, aber auch Chancen aufzeigen, damit unsere Kfz-Branche in Österreich nicht zur gefügigen Masse fremder Mächte wird!

2018 kann also kommen, Ihr

Gerhard Lustig








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