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Ausgabe
11
2017


Mega, Peta, Tera

Wirtschaft

Bei den vielen Maßeinheiten passieren manchmal -leider - Fehler: So auch im Beitrag "Geht uns der Strom aus?" in der Oktober-Ausgabe. Doch wir haben ja aufmerksame Leser


Es ist nicht leicht, bei der Vielzahl an Maßeinheiten einen Überblick über Österreichs Energieverbrauch zu bewahren. Die Statistik Austria veröffentlicht diesen für alle Energiequellen -einschließlich Strom -in Petajoule; die Stromerzeuger publizieren ihre Produktion in Terawatt; die Mineralölwirtschaft rechnet in Öleinheiten und veröffentlicht die Tonnagen von Benzin und Diesel; die Autofahrer berechnen ihren Verbrauch in Liter je 100 Kilometer; und ein Haushalt bekommt seinen Stromverbrauch in Kilowattstunden verrechnet. Dipl.-Ing. Karl Pühretmair, Geschäftsführer von Gföllner Fahrzeugbau in St. Georgen bei Grieskirchen, hat uns in diesem Zusammenhang aufmerksam gemacht, dass uns in unserem Beitrag "Geht uns der Strom aus?" bei der Umrechnung des Energiebedarfs eines Autos ein Fehler passiert ist.

Umrechnungsfehler Grundeinheit der Energie ist das Joule. Ein Terajoule entspricht 278 Megawattstunden. Eine Kilowattstunde ergibt 3,6 Megajoule. Aus dem Verbrennen von einem Kilogramm Rohöl gewinnt man 41,9 Megajoule Energie. Der österreichische Energieverbrauch 2015 betrug 1.078 Petajoule und das sind 299,4 Terawattstunden -oder 299 444 444 MWh.

In A&W wurde der Jahresverbrauch eines Pkw irrtümlich mit 60.000 kWh angeführt. Da Pühretmairs Tesla aber lediglich 230 Wattstunden pro Kilometer (Wh/km) verbraucht, käme er mit 60.000 kWh auf 260.870 km pro Jahr. Das kann offensichtlich nicht stimmen. Tatsächlich hat sich da ein Umrechnungsfehler eingeschlichen. Unser aufmerksamer Leser fährt mit seinem Tesla bei einem Jahresverbrauch von 60 kWh rund 26.000 km.

Alle reden nur von der Reichweite

Tatsächlich schweigen sich die Autoproduzenten beim Stromverbrauch eher aus - alle reden derzeit nur von Reichweiten. Den Verbrauch näher untersucht hat das Verkehrsinstitut der Technischen Universität Dänemarks (DTU). Gemessen wurde der Verbrauch von 200 elektrischen Kleinwagen der Marken CitroënC-Zero, Mitsubishi i-MiEV und Peugeot iOn. Mit diesen haben 741 Fahrer innerhalb von zwei Jahren im flachen Dänemark über 2,3 Millionen Kilometer abgespult. Während die Hersteller von einem Durchschnittsverbrauch von 125 Wattstunden pro Kilometer sprechen, lag der tatsächliche Wert bei 183 Wh/km. Das ist ein Plus von 46,4 Prozent.

Der Verbrauch hängt von der Fahrweise ab

Der individuelle Verbrauch hängt -wie beim Verbrennungsmotor - stark von der Fahrweise ab. So gab es in der dänischen Studie sogar manche Fahrten mit 400 Wh/km. Das haben auch einige Tesla-Fans mit einem Model S im Vergleich zu einem Porsche 911 am Nürburgring getestet. Der Großteil der in die Beschleunigung gesteckten Energie wurde trotz Rekuperation durch ständige harte Bremsungen vernichtet. Der Tesla mit einer Normreichweite von 404 km kam auf knapp 100 km. Das heißt, es wurde eine 85 kWh-Batterie durch ständigen Wechsel von Vollgas und Vollbremsung innerhalb 100 km geleert. Der parallel getestete Porsche 911hatte dabei einen Verbrauch von 35 Litern. Was es verständlich macht, dass der wegen seiner Beschleunigung und Spitzengeschwindigkeit gepriesene Tesla in der Praxis auf den Autobahnen oft auf der ersten Spur rollt.

Pühretmair sieht als Techniker trotz aller Probleme die E-Zukunft optimistisch. Seine Solaranlage am Dach seiner Autogarage produziert gleich viel Strom wie sein Tesla verbraucht. "Noch ein wenig speichern oder verteilen und alles wird gut."








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