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Ausgabe
11
2017


Fremdmarken: Lohnt sich der Aufwand?

Diverses

Die optimale Auslastung ist das Um und Auf für den Werkstattbetrieb. Viele Markenbetriebe bieten auch Service und Reparatur von Fremdmarken. Wir haben in Autohäusern nachgefragt, welchen Stellenwert dieses Angebot hat und ob sich der Aufwand lohnt.


Kundenbedürfnisse erfüllen

"Es wichtig, dass ein Autohaus die Kundenbedürfnisse sammelt und diese erfüllt, egal welche Marke der Kunde fährt. Dazu zählt natürlich auch die Reparatur von Fremdmarken", ist sich Adolf Seifried, Geschäftsführer Autohaus Seifried/Grieskirchen, sicher. Die Auslastung der Werkstatt sei für das Betriebsergebnis durch das zusätzliche Geschäft von Bedeutung. Gleichzeitig trage auch die Reparatur von eingetauschten Gebrauchtfahrzeugen zur Auslastung der Werkstatt bei. "Wir haben in unserem Betrieb sehr hohe Kundenzufriedenheitswerte, sowohl in der Werkstatt als auch im Verkauf, spüren aber gleichzeitig, dass die Qualität der Fahrzeuge immer besser wird und diese weniger reparaturanfällig werden."

Notwendig für Eintauschwagen

"Das Hauptaugenmerk gilt natürlich unserer Marke Citroën, dennoch betreuen wir auch Fremdmarkenkunden, die einerseits einen Gebrauchtwagen bei und gekauft haben oder andererseits in der Nähe unseres Betriebs leben und ihre Fahrzeuge bei uns servicieren lassen", erklärt Sabine Hödl-Wenger, Geschäftsführung Autohaus Wenger/Kuchl. Über ein Werkstattkonzept verfüge der Betrieb nicht. "Sollte es einmal zu Problemen bei der Diagnose kommen, können auch andere Händlerkollegen helfen, wie auch wir diese bei Bedarf unterstützen können." Die Reparatur von Fremdmarken sei auch beim Eintausch von Gebrauchten wichtig: "Wenn wir diese nicht selbst reparieren könnten, käme uns das zu teuer."

Werkstatt auslasten

"In unserem Betrieb beträgt der Anteil von Fremdmarkenreparaturen derzeit rund ein Viertel des gesamten Volumens, wobei wir uns bemühen, diesen Anteil weiter bis zu 40 Prozent zu steigern, um die Werkstatt optimal auszulasten", sagt Bernhard Plasounig, Geschäftsführer Autohaus Plasounig/Villach. Das Geschäft für denBetrieb sei von enormer Bedeutung: "Um neue Kunden von Fremdmarken -die sich dann auch immer wieder einen Neuwagen kaufen - zu binden, arbeiten wir in unserem Autohaus zusätzlich auch mit einem Werkstattkonzept." Es habe sich erwiesen, "dass Kunden, die mit der Werkstattleistung zufrieden sind, demUnternehmen treu bleiben".

Wichtiges Zusatzgeschäft

"Für die kleinen Markenwerkstätten ist es unerlässlich, dass sie auch Fremdmarken reparieren", unterstreicht Martin Gertl, Seniorchef des Autohauses Gertl/Kramsach. Im Zuge des Eintausches sei man permanent mit Service und Reparatur konfrontiert, "wobei wir natürlich auch über die entsprechendenTestgeräte für diese Fahrzeuge verfügen". Man müsse universell arbeiten, "und wir brauchen das auch, um die Auslastung der Werkstatt gewährleisten zu können". Rund 20 Prozent der Werkstattarbeiten fielen auf Fremdmarken. "Dies zeigt uns, wie wichtig dieses Zusatzgeschäft ist. Gleichzeitig finden auf diesem Weg auch immer wieder neue Kunden zu uns, die später einen Neuwagen kaufen."

Gut für die Kundenbindung

"In unserem Autohaus beträgt der Anteil von Reparaturen bei Fremdmarken etwa 15 Prozent", weiß Nadja Malin-Potzinger, Geschäftsführerin Autohaus Malin/Sulz. Das Geschäft mit Fremdmarken spiele dennoch eine wichtige Rolle: "Es werden natürlich oft Gebrauchtwagen gegen Neufahrzeuge getauscht, diese Fahrzeuge werden vonuns serviciert oder repariert, bevor sie wieder verkauft werden. Damit können wir -was für uns entscheidend ist -auch Kunden, die gebrauchte Fahrzeuge kaufen, wieder binden, weil wir für diese Fahrzeuge eine Garantie geben." Nicht selten entschieden sich zufriedene Kunden, die Fremdmarken reparieren ließen, auch dafür, "in unserem Autohaus einen Neuwagen zu erwerben".

Gute Werkstatt bringt Kunden

"Die Reparatur von Fremdmarken spielt in unserem Autohaus zwar eine untergeordnete Rolle, dennoch führen wir Servicearbeiten an Fremdmarken seit eh und je durch", berichtet Karl Scheibelhofer, Geschäftsführer Autohaus Scheibelhofer/Ziersdorf. Als Markenwerkstatt sei es früher einfacher gewesen, auch Fremdmarken zu reparieren, Kunden mit älteren Fahrzeugen würden heutzutage aber zumeist freie Werkstätten aufsuchen. Punkten könne man als Markenbetrieb vor allem auch mit der Werkstatt: "Gute, ehrliche Arbeit und faire Preise bringen Kunden auch in das Neuwagengeschäft. Eine einfachere und bessere Werbung für einen Betrieb gibt es nicht."

Fokus auf Kernkompetenz

"Der Stellenwert Reparaturen von Fremdmarken ist in unserer Werkstatt eher gering", sagt Dipl.- Ing. Wolfgang Kreuz, Geschäftsführer Autohaus Taferner/Wien. "Wobei es natürlich auch darauf ankommt, was zu machen ist. Kleinere Servicearbeiten sind kein Problem, bei größeren Arbeiten ist es aber oft wichtig, über entsprechende Werkzeuge und technische Gerätschaften zu verfügen." Bei Taferner habe man es bis datogeschafft, "unsere Werkstatt mit der eigenen Marke gut auszulasten". Kreuz unterstreicht, dass er es für richtig und wichtig halte, "sich auf die Kernkompetenz zu konzentrieren und man nicht anfängt, sich am Ende des Tages mit der Reparatur von Fremdmarken zu verzetteln".

Sind auch freie Werkstatt

"Wir sind neben einer Markenwerkstatt vor allem durch den Eintausch von Gebrauchtwagen und der damit verbundenen Reparaturen dieser Fahrzeuge, die für eine weitere Vermarktung fit gemacht werden müssen, auch eine freie Werkstatt", betont Josef Harb, Geschäftsführer Autohaus Harb/Voitsberg. Etwa 10 Prozent der Werkstattauslastung würden mit Fremdmarken erzielt. Über ein eigenes Werkstattkonzept verfüge man nicht: "Wir sind untereinander sehr gut vernetzt, die Händlerkollegen helfen einander gegenseitig, falls - was nicht oft vorkommt -einmal gröbere Probleme auftreten." Auch bei §-57a-Begutachtungen spielten Fremdmarken eine nicht unbedeutende Rolle.

Mit Fremdmarken gewachsen

"Unser Betrieb ist durch die Fremdmarkenreparatur im Laufe der Jahre gewachsen und der Anteil der Werkstattauslastung durch Fremdmarken beträgt derzeit auch aufgrund eingetauschter Gebrauchtwagen rund 35 Prozent", erklärt Roland Zsoldos, Geschäftsführer Autohaus Zsoldos/Neusiedl am See. Auch bei Zsoldos setzt man auf ein Werkstattkonzept. Wobei die Fremdmarkenreparaturen aufgrund der Komplexität der Fahrzeuge im Laufe der Jahre aufwendiger geworden seien. Mittlerweile wüssten viele Kunden, dass auch eine Markenwerkstatt faire Preise bieten könne. "Das wird entsprechend honoriert und die Kunden kommen immer wieder", so Zsoldos.








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