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Ausgabe
10
2017


Geraunztes Gschloder

Diverses

Autofahren ist teuer, hierzulande aber noch ziemlich günstig


Beim jährlichen Bierkonsum liegen wir Österreicher auf Platz 2 (103 Liter pro Person), im Fußball sind wir heute trotz einer zwischenzeitlichen Aufstiegsphase im besten Fall trotzdem nur Durchschnitt (aktuell liegen wir auf dem 57. Weltranglistenplatz) und beim weltweiten Universitäten-Ranking dümpeln wir seit Jahren auf den Plätzen 150+ dahin ... Doch beim Raunzen sind wir echte Weltmeister - und empören uns bevorzugt über die hohen Kosten fürs Autofahren. Das mag in Ansätzen stimmen - kaum ein anderes Land hebt etwa eine vergleichbare Fantasiesteuer wie die Normverbrauchsabgabe ein -, ist in anderen Aspekten aber kompletter Schwachsinn. Wer sich etwa über die "teure" Autobahnmaut und die "unverschämte" Asfinag beschwert, dem sei mal ein Roadtrip in den Süden von Italien nahegelegt. Von der Grenze knapp hinter Villach bis ins barocke Vieste, das auf der anderen Seite des Stiefelsin etwa auf der Höhe von Neapel liegt, löhnt man nämlich wohlfeile 65 Euro. One-way versteht sich. Wer den Salento, also den Stiefelabsatz, dann noch mitnimmt und einen Schwenker nach Pompeij macht, kann nochmals mit 35 Euro rechnen. Ebenfalls One-way, versteht sich. Summa summarum kommen da inentspannten zweieinhalb Wochen saftige 160 Euro an Straßenbenutzungsgebühren zusammen, was in Österreich knapp dem Flatrate-Tarif für zwei Jahre entspricht. Ganz abgesehen davon ist Österreich bei den Spritpreisen ein Land der Seligen: Während hierzulande ab einem Dieselpreis von 1,20 Euro einkollektives Raunen durch die Alpenrepublik zieht, scheinen sich die Italiener selbst von Literpreisen jenseits der 1,70 Euro - oder 1,82 Euro, wenn man den Tankwart an der Autobahnraststation vollmachen lässt -, nicht wirklich aus der Fassung bringen zu lassen. Zugegeben, da zieht es einem schon das Börserl zusammen bei den Preisen. Auf der anderen Seite braucht man nirgends auch nur 50 Cents für die Benützung der durchwegs sauberen Toilettenanlagen zu bezahlen und der Espresso kostet nirgendwo mehr als einen Euro. Und den kann man im Gegensatz zu dem Gschloder, das einem die Tankstellen-Baristas entlang der heimischen Autobahnen vorsetzen, auch tatsächlich genießen.

Pascal Sperger

Chefredakteur








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