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Ausgabe
10
2017


ZURÜCK ZUM URSPRUNG

Diverses

Dort, wo die Steiermark an Salzburg grenzt, führt eine gut ausgebaute Schotterstraße bis auf 1.600 Meter Seehöhe. Sie ist trotz eines steilen Zwischenstücks sogar für bergunerfahrene Lenker und Lenkerinnen bestens geeignet - immerhin fahren sogar Linienbusse bis zur Alm!


Schladming haben wir auf unserer Fahrt Richtung Westen gerade hinter uns gelassen, da taucht bei Pichl an der (hierorts noch schmalen) Enns ein grünes Hinweisschild am Straßenrand auf: Es weist den Weg zur Reitereralm und zur Ursprungalm. Wir fahren unter der B320 durch und folgen den Hinweisen zur Talstation der "Preunegg-Jet" genannten Gondelbahn, wo sich die Wege trennen: Unmittelbar vor dem Parkplatz der Liftanlage zweigt die Straße zur Reitereralm ab, während wir uns geradeaus halten und über das langgezogene Hochtal die Schladminger Tauernregion erkunden.

Gut asphaltiert, aber nicht sonderlich breit ausgebaut schlängelt sich die Straße bis zur Strickbrücke, um dort nach links Richtung Rohrmoos (und somit wieder zurück nach Schladming) einzubiegen. Eine Route mit fantastischer Aussicht auf das Dachsteinmassiv, die wir uns für die Heimfahrt merken - doch zuerst wollen wir ja noch auf die Alm. Knapp hundert Meter nach dem Beginn der Naturstraße steht linker Hand das Mauthäuschen, in dem der bescheidene Erhaltungsbeitrag für die 8,5 Kilometer lange Schotterstraße kassiert wird. Bezahlt wird pro Kopf, nicht pro Fahrzeug; der Beleg sollte beim Abstellen des Wagens gut sichtbar im Fahrzeug hinterlegtwerden. Ist die Hütte unbesetzt, wird die Maut unterwegs verrechnet - oder auch nicht.

Die gut gewalzte, fast eben verlaufende Sandstraße begleitet den glasklaren Preuneggbach, der über kleine Stufen im Bachbett munter vor sich hin gurgelt. Die Straße ist zwar nur knapp zweispurig, aber mit Ausweichen in Sichtweite versehen, sodass auch bei Gegenverkehr keine Probleme zu erwarten sind. Und der Gegenverkehr kann durchaus formatfüllend sein: Im Sommer verkehrt drei Mal täglich der Linienbus der Planai-Hochwurzen-Bahnen. Außerdem steht die Straße auch privaten Bussen bis elf Meter Länge offen. Daher bietet sich der Ausflug zur Ursprungalm speziell jenen Allradfreunden an, die noch keinerlei Erfahrung auf unbefestigten Wegen gesammelt haben - selbst mit handelsüblicher Pkw-Bodenfreiheit ist es ein Leichtes, bis zum Endpunkt der Straße zu gelangen. Neben der Fahrbahn breiten sich blühende Wiesen aus, auf denen zufriedene Kühe weiden. Sollte es ihnen gefallen, queren sie auch die Fahrbahn - entsprechende Vorsicht ist geboten. Vereinzelt laden breitere Stellen am Ufer des Baches auch zum Verweilen ein - zum Baden in einem Gebirgsbach muss einem allerdings schon ziemlich warm sein ...

Moarhofalm

Auf knapp 1.220 Meter Seehöhe erreichen wir die Jausenstation Moarhofalm, in deren Nähe riesige Felsbrocken liegen. Sie sind vor vielen Jahren vom Berg gestürzt. Selbst unser VW Amarok mit dem eindrucksvollen Delta-Umbau wirkt neben ihnen winzig. Hinter dem Parkplatz der Moarhofalm beginnt der steilere Teil der Ursprungstraße, der bei Bedarf mit einem Schranken abgesperrt werden kann.

Ursprungalm

Mit 13 Kehrenüberwindet die Bergstraße auf den nächsten 2,5 Kilometern einen Höhenunterschied von rund 400 Metern; das steilste Stück wird mit 15 Prozent ausgewiesen. Knapp 14 Kilometer nach der Abfahrt der Landesstraße B320 erreichen wir den Endpunkt der Straße, einen auf drei Ebenen angelegten Parkplatzfür rund 160 Pkw. Die Weiterfahrt ist mit einem Schranken versperrt, den nur Berechtigte - dazu gehört der Linienbus, aber nicht unser kaum schmälerer Amarok Delta - passieren dürfen. Nur ein kurzer Fußweg ohne nennenswerte Steigungen trennt uns noch von unserem Ziel, der von Irmgard und Helmut Pilz bewirtschafteten Ursprungalm. Von Pfingsten bis Mitte Oktober werden hier erfrischende Getränke und herzhafte Speisen serviert. Butter, Topfen, Käse und Buttermilch werden vor Ort hergestellt. Kleine Gäste finden am Spielplatz oder im Streichelzoo Unterhaltung.

Die Ursprungalm gilt auch als perfekter Ausgangspunkt zu zahlreichen Wanderzielen in den Schladminger Tauern. Nach ungefähr einer Stunde Gehzeit erreicht man beispielsweise die Giglachseen. Von dort führt der Steig weiter zur Steirischen Kalkspitze (2459 Meter) und zur Lungauer Kalkspitze (2471 Meter). Erstere bildet den imposanten Abschluss des Tales: Über ihren Gipfel verläuft die Landesgrenze zu Salzburg - werauf direktem Weg nach Obertauern möchte, sollte trittsicher und schwindelfrei sein. Sogar das Moutainbike will auf weiten Strecken getragen werden!








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