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Ausgabe
10
2017


Zur Zerreißprobe, bitte!

Gewerbe

Kettentriebe für die Motorsteuerung sind im Kommen. Wir durften bei Schaeffler Engineering beim Testen der feingliedrigen Verbinder zusehen.


Ehe eine Steuerkette im Fahrzeug ihren Betrieb aufnimmt, wird sie erst einmal ordentlich malträtiert. Das gilt insbesondere für die Entwicklung von Kettentrieben für neue Motoren. Hier kommt oft die Schaeffler Engineering mit ihren Prüfständen am Standort Clausthal-Zellerfeld ins Spiel. Dort werden verschiedenste Testläufe nicht nur für den "internen Kunden" Schaeffler als auch für namhafte Motorenhersteller durchführt, unter anderem mit der innovativen Radio-Nuklid-Technologie. Dabei wird das Verschleißteil, etwa die Kettenbolzen, radioaktiv gemacht und der Abrieb dann Atom für Atom im umspülenden Öl gemessen.

Kette stark im Kommen

Der Anteil von Kettentrieben für die Motorsteuerung wächst gegenüber Riementrieben stark. "Waren im Jahr 2000 noch 80 Prozent der Motoren mit Riemen ausgerüstet, werden es 2030 nur noch 20 Prozent sein", prognostiziert Maik Evers, Leiter Programm Management bei Schaeffler Automotive Aftermarket. Derzeit betrage das Verhältnis etwa 50 :50. Einer der Gründe für diese Entwicklung besteht laut Evers auch darin, dass Dieselmotoren -klassische Riemen-"Kunden" - weniger werden.

Die Anforderungen an die Motorsteuerung sind deutlich höher als noch vor wenigen Jahren. Downsizing-Tu rbomotoren stellen ebenso wie Start-Stopp-Betrieb oder Nockenwellenverstellung höhere Anforderungen an die Kette.

Ob Riemen oder Kette, das wird vom Hersteller vorgegeben -Vorteile der Kette sind, dass sie schmaler gebaut und für die Motorlebensdauer ausgelegt ist, also keine Wechselintervalle beachtet werden müssen. Allerdings ist keinesfalls gesagt, dass die Kette auch tatsächlich ein Motorleben lang hält. Ein Prinzip, das für Reifen, Kupplung und Bremse gilt, kann auch hier Anwendung finden: Die Fahrweise bestimmtden Verschleiß. Tipp vom Experten für eine lange Lebensdauer der Steuerkette: Ölwechselintervalle beachten und nur den vom Hersteller empfohlenen Schmierstoff verwenden. Um Reibung, Geräusch und Lebensdauer der Kettentriebe weiter zu verbessern, hat Schaeffler sich sogar ein Stück weit zum Schmierstoffhersteller entwickelt.

In Zusammenarbeit mit LiquiMoly wurde "Chain-Protect" ins Leben gerufen, eine Schmierpaste, die für eine sanftere Einlaufphase einer neuen Kette sorgt und künftig den INA-Reparaturkits für den Aftermarket beiliegen wird. Diese kommen in gewohnter Schaeffler-Manier mit allen benötigten Teilen wie Rädern, Kette, Gleitschiene und Spannschiene. Auch benötigtes Spezialwerkzeug bietet INA an, Reparaturtipps und Wissensdatenbank gibt es auf der Online-Plattform RepXpert. (KAT)








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