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Ausgabe
09
2017


Ökoprämie nicht zielführend

Diverses

Während sich die Automobilimporteure und der Fahrzeughandel um die Wiedereinführung einer Ökoprämie bemühen, sprechen sich Fahrzeugtechnik, Karosseriebauer und der Teilehandel klar dagegen aus.


V.l.: Komm.-Rat Ing. Wolfgang Dytrich, Vorsitzender des Berufszweigs Kfz-Teilehandel im Wiener Landesgremium Fahrzeughandel, und Komm.-Rat Friedrich Nagl, Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik




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Der Blick in die Zulassungsstatistik der vergangenen zehn Jahre zeigt: DieÖkoprämie 2009 war notwendig und sinnvoll, um den geringen Absatz im Fahrzeughandel während der Wirtschaftskrise anzukurbeln. Aktuell befinden sich die Zulassungszahlen hingegen auf einem Höhenflug, der die Frage aufwirft: Wohin will man den Absatz noch steigern?", so Komm.-Rat Friedrich Nagl, Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik und Komm.-Rat Ing. Wolfgang Dytrich, Vorsitzender des Berufszweigs Kfz-Teilehandel im Wiener Landesgremium Fahrzeughandel. Die Geschäfte gehen ohnehin gut und der Fahrzeugbestand erneuert sich auch ohne Eingriff zügig. "Eine Reparatur ist oft ökologischer und meisten ökonomischer als die Entsorgung und eine Neuanschaffung", weiß Dytrich.

Vernichtung von Volksvermögen

"DieÖkoprämie ist weder zielführend noch notwendig", ist Nagl überzeugt. Vielmehr wäre eine Verschrottung von funktionierenden Fahrzeugen eine Vernichtung von Volksvermögen und möglicher, österreichischer Wertschöpfung. "Zudem wird die Ökoprämie nicht über die Klippen helfen, welche mit Elektromobilität, autonomem Fahren und Vernetzung auf die Branche zukommen", ergänzt Dytrich als Vertreter des Teilehandels.

"Die Werkstätten und der Teilehandel sind abhängig von älteren Fahrzeugen und sichern damit unzählige Arbeitsplätze", fährt Nagl fort. Die Position von Fahrzeugtechnik und Teilehandel ist dabei klar: "Wir verwehren uns gegen eine künstliche Verzerrung eines funktionierenden Marktes und gegen die Vernichtung von Volksvermögen."

Auch Karosseriebauer gegen Prämie

Auch der Bundesinnungsmeister der Karosseriebautechniker, Erik Papinski, kritisiert die angedachte Form derÖkoprämie. "Man muss sich vielmehr überlegen, wie man die ganz alten Fahrzeuge wirklich von der Straße bringt. Viele Menschen, die auf ihr altes Fahrzeug angewiesen sind, können sich keinen Neuwagen leisten. Hier muss man den Umstieg von einem sehr alten Fahrzeug auf ein jüngeres ermöglichen", so Papinski. Für die Branche, die ohnehin auf schwierige Zeiten zusteuert, sieht er die Verschrottung von potenziellen Kundenfahrzeugen ebenfalls negativ.

Nagl zum Diesel: Verwirrung des Marktes "Wir haben mittlerweile die volle Verwirrung des Marktes, dieÖkoprämie wird zur Dieselprämie", beklagt Komm.-Rat Friedrich Nagl, Bundesinnungsmeister Fahrzeugtechnik. "Dabei wäre es wichtig, bei dieser Hysterie in die effektive Aufklärung zu investieren." Man sollte die Menschen darüber informieren, wie man Emissionen reduzieren kann. "Dabei geht es umDinge wie den richtigen Reifenluftdruck oder den richtigen Fahrzeugeinsatz", so Nagl. "Und es wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, mit dem Rückbau vom Rückbau zu beginnen. Denn diese verkehrsberuhigenden Maßnahmen erhöhen die Emissionen massiv."


Gerald Weiss





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