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Ausgabe
07
2017


"Die Diagnose wird komplexer"

Wirtschaft

Durch Spezialisierung auf den immer wichtigeren Bereich Diagnose könnten Werkstätten auch in Zukunft sehr gut bestehen, sagt Dr.-Ing. Markus Heyn, der bei Bosch unter anderem auch für den Aftermarket zuständig ist.


A&W: Gibt es weltweit irgendein Auto, in dem kein einziger Teil von Bosch verbaut ist?

Heyn: Ich habe mir die Frage auch schon gestellt und kann sie ehrlich gesagt nicht ganz präzise beantworten, mir ist zumindest kein Auto bekannt. Sicher ist, dass wir nicht nur mit etablierten Herstellern, sondern auch mit neuen, jungen Playern auf dem Markt, die noch keine längere Historie haben, zusammenarbeiten.

Wie hat sich der Anteil der Bosch-Teile in einem durchschnittlichen Auto in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Und wie wird das in Zukunft sein?

Heyn: Die Bandbreite ist sehr groß, es werden bei jedem Fahrzeug dreistellige Summen sein, bei manchen auch vierstellige. Ob es weitere Steigerungen geben wird, hängt davon ab, welche Technologien sich in Fahrzeugen durchsetzen werden. Wenn also das automatisierte Fahren kommt, wird auch unser Anteil an den verbauten Komponentensteigen. Obwohl schon heute sehr viele elektrische und teilelektrische Systeme von Bosch in Fahrzeugen verbaut sind, sehe ich gute Chancen, den Anteil noch weiter zu steigern.

Sie sind auch für den Aftermarket zuständig. Was wird sich für die Werkstätten ändern?

Heyn: In den nächsten Jahren wird das Upgrading von Fahrzeugen, die schon in der Hand der Kunden sind, mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Ein Flash, also das Aufspielen einer neuen Software, wird dann bestimmte Funktionen ermöglichen. Ähnlich wie beim Update eines Smartphones. Es ist klar, dass die Werkstätten dafür entsprechend geschult werden und das dazugehörige Knowhow besitzen müssen, denn schließlich geht es dabei unter anderem um das Thema Sicherheit im Fahrzeug. Wir von Bosch werden schon jetzt von Kunden gebeten, solche Lösungen zu entwickeln. Das wird sicher weiter zunehmen. Aber natürlich dauert es eine gewisse Zeit, bis sich diese Entwicklungen signifikant durchsetzen.

Das heißt, Werkstätten könnten sich auf diesen Bereich spezialisieren, um sinkende Margen aufzufangen, wenn z. B. wegen eines höheren Anteils an Elektroautos weniger Motoröl verkauft wird?

Heyn: Ja. Wir wollen dieses Wissen schon jetztüber unser Werkstatt-Netzwerk unter die Experten bringen, da es für zukünftige Fahrzeuge Voraussetzung sein wird. Da auch die Diagnose zunehmend komplexer wird, ergeben sich hier auch Wachstumschancen für unser Geschäft.

Welche Rolle spieltÖsterreich in Ihrem Bereich?

Heyn:Österreich hat sich in den vergangenen Jahren als erfolgreicher Entwicklungsstandort für Bosch etabliert. Deshalb haben wir auch unsere dortigen Entwicklungsaktivitäten weiter ausgebaut, beispielsweise mit der Erweiterung des Engineering Centers in Linz oder der Vergrößerung des Wiener Software-Entwicklungsteams, das Projekte im Bereich "Smart Home" und "Smart Mobility" vorantreibt.








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