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Ausgabe
06
2017


EINE MILLION MIT 100

Diverses

Soeben 101 Jahre alt geworden, hat Subaru im 100. Geschäftsjahr erstmals mehr als eine Million Fahrzeuge verkauft.


Hierzulande ist es rund um die Marke Subaru in den letzten Jahren immer stiller geworden. Dafür gibt es im Prinzip zwei Gründe. Zum einen ist Subaru in Märkten wie in den USA erfolgreich wie nie zuvor, was dazu führt, dass ein Großteil der Produktion vom dortigen Markt aufgesaugt wird, und zum anderen sitzt die Marke europäischen Ansprüchen folgend immer wieder mal zwischen den Stühlen. Ein Beispiel dafür ist das Festhalten an einem stufenlosen Automatikgetriebe. Das ist rein technisch gesehen kein Nachteil, sondern in vielen Nutzungsbereichen sogar ein Vorteil, doch das ist beim europäischen Autokäufer, der immer und überall und damit auch dort, wo sie wirklich keinen Sinn macht, eine extra Portion Sportlichkeit verlangt. Ein weiteres Beispiel ist der wunderbare Boxer-Dieselmotor. Nachdem man Subaru über Jahre diesbezüglich gequält hat, haben die japanischen Techniker ein in vielen Details herausragendes Aggregat entwickelt. Mit 150 PS aus 2,0 Liter Hubraum gelang dann auch ein gefeierter Einstieg in Segmente, die Subaru bis dahin verschlossen waren. Gleichzeitig verhinderten die bezogen auf die möglichen Stückzahlen hohen Kosten dieses Aggregats eine Weiterentwicklung hin zu mehr Leistung und mehr Hubraum, was wiederum die Nachfrage weiter einschränkteund bis heute einschränkt. Als drittes Beispiel für das unverändert etwas unglückliche Europa-Engagement sei der 2,0-Liter-Benziner angeführt. Leistungstechnisch waren hier bis zu 400 PS problemlos, weil absolut haltbar, möglich, doch die europäischen Abgasnormen zwangen Subaru dazu, auf einvorhandenes 2,5-Liter-Aggregat zu setzen. Kein Problem für all jene, die nach 150 oder 180 PS in Zusammenhang mit diesem Motor verlangen. Nur sportlich war der 2,5-Liter-Motor nie und somit auch nicht für den Einsatz im WRX STI geeignet, weder leistungsmäßig noch hinsichtlich der Haltbarkeit. Den Nimbus, die sportlichste Limousine, mit der man sich von der Auslage direkt auf die Rallyepiste bewegen konnte, musste erst kampflos an Mitsubishi und dann nach einer Übergangszeit an Ford weitergegeben werden.

Dennoch ist Subaru zurzeit mit fünf Baureihen am Markt vertreten. In die Fußstapfen des über Jahrzehnte erfolgreichen Impreza ist der XV getreten. Serienmäßig schlechtwegetauglicher als so manches SUV zählt er innerhalb der Golf-Klasse zweifellos zu den besten Allroundern am Markt. Als Benziner ist er mit 114 (ab 21.990 Euro) oder 150 PS zu haben, wobei für die stärkere Version nur das bereits angesprochene stufenlose Automatikgetriebe zu bekommen ist, bei der Einstiegsmotorisierung ist alternativ ein manuelles Fünfganggetriebe, beim 147 PS starken Diesel immer ein manuelles Sechsganggetriebe an Bord. Oberhalb des XV residiert bei Subaru der Forester, den irgendein Marketingexperte vor ein paar Jahren zum SUV gemacht hat, was er bis heute nicht ist. Vielmehr ist der Forester ein rundum gelungener, hochwertiger und auch praktischer Allradkombi, der im leichten Gelände ebenso begeistert wie auf der Straße.

Bereits um knapp 30.000 Euro wird hier eine ordentlich ausgestattete Variante mit 150-Benzin-PS und manuellem Sechsganggetriebe geboten. Der Diesel (erhältlich auch mit der Lineartronic) startet bei knapp 35.000 Euro, während um fast 50.000 Euro ein 240 PS starkes Benziner-Modell geboten wird, das wiederum serienmäßig über das Lineartronic-Getriebe verfügt.

Das Potenzial, mit Bestsellern von Audi, BMW oder Volvo, um nur einige zu nennen, zu konkurrieren, hat Subaru mit dem Outback. Voll gepackt mit modernster Sicherheitselektronik begeistert dieses Modell durch sein Raumangebot ebenso wie durch seine Schlechtwegekompetenz und eine Top-Verarbeitung. Ab 39.990 Euro im Angebot spricht dieses Modell Menschen an, die wissen, dass sie auch mit 150 PS (Diesel) oder 175 PS (Benzin) souverän durchs Leben kommen. Die Lineartronic ist hier immer serienmäßig.

Der Levorg ist das aktuell jüngste Modell der Subaru-Palette. Mit ihm greift Subaru die urjapanische Idee, ein Komplettangebot zum Kampfpreis zu platzieren, auf. Als 170 PS starker GT, hier arbeitet ein moderner 1,6-Liter-Benziner, ist dieser Subaru samt Lineartronic bereits um 29.990 Euro zu haben. Optional stehen hier nochzwei, noch besser ausgestattete, aber auch dementsprechend teurere Modelle mit identer Technik zur Wahl.

Mehr derüberaus erfolgreichen Vergangenheit als einer möglichen rosigen Zukunft geschuldet ist das Festhalten am sportlichen Topmodell WRX STI. Auf reinem Schotter oder auch auf Schnee und Eis bis heute eine Macht, ist dieses Modell etwas für echte Fans. Einen echten Könner am Steuer vorausgesetzt, gelingt es bis heute, auch deutlich stärkere Mitbewerber in die Schranken zu weisen. Vielleicht auch ein Grund, warum dem WRX STI bis heute der Geruch der Rallye WM mehr anhaftet als vielen anderen Modellen. Preislich sind hier mindestens 54.990 vorzubereiten.

Woran Subaru nie wirklich gerüttelt hat, weder in Europa noch anderswo, ist die Sonderstellung als echte Allradmarke, auch wenn sich da und dort, um Stückzahlen zu erfüllen, auch das eine oder andere frontbeziehungsweise heckgetriebene Modell eingeschlichen hat.

Mit der heuer in Genf gezeigten Serienversion des neuen XV hat Subaru verraten, dass man hier viel Geld in eine Neuentwicklung gesteckt hat. Die Präsentation auf europäischem Boden nährt zudem den Verdacht, dass Subaru dieses Modell auch hier in größeren Stückzahlen verkaufen möchte, schließlich birgt es immer ein gewisses Risiko, nur auf einen Markt ausgerichtet zu sein. Ebenfalls für den Einsatz auf vielen verschiedenen Märkten vorgesehen sind die im nächsten Jahr im Handel erwarteten neuen Modelle Impreza und Forester.

Mit dem großen SUV, dessen Studie im Vorjahr erstmals gezeigt und von der Fachpresse auch hoch gelobt wurde, will Subaru hingegen in Nordamerika, nicht aber in Europa Gas geben. Schade, wäre doch ein solches Modell, eine entsprechende Antriebseinheit vorausgesetzt, auch bei uns gut aufgehoben. Abschließendmuss auch noch die Frage nach einem Nachfolger des über Jahrzehnte erfolgreichen Justy erlaubt sein, auch wenn in diesem für Stückzahlen extrem wichtigen Segment seitens Subaru nichts angekündigt ist, auch nicht für die nächsten Jahre. In ihr 101. Jahr geht die Marke Subaru nicht mehr als TeilFuji Heavy Industries Ltd, sondern als Subaru Corporation, bildet doch der Autobereich mit 94 Prozent des Gesamtumsatzes die Basis des Unternehmens, das auch in der Luftfahrt aktiv ist.








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