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Ausgabe
06
2017


Spanischer Wirbelwind

Diverses

Eineüberaus erfrischende Möglichkeit, in die Welt der SUV-Modelle einzutauchen.


eduldig waren in der Vergangenheit nicht nur all jene, die sich schon immer ein Seat-SUV gewünscht haben, auch die spanische Mannschaft musste immer wieder einmal miterleben, wie wunderschöne Studien an der Konzernleitung scheiterten. Beflügelt durch den unübersehbaren Aufwärtstrend der Marke und die Rückkehr in die Gewinnzone, ist der neue Ateca einerseits Belohnung und andererseitsAnsporn für eine noch erfolgreichere Zukunft, in der wir uns schon jetzt auf weitere spanische SUV-Modelle freuen dürfen.

Mit der engen technischen Verwandtschaft zu anderen Konzernprodukten hat Seat längst erfolgreich zu leben gelernt, da macht das erste SUV keine Ausnahme. Chefdesigner Alejandro Mesonero ist nicht nur ein echter Profi seine Faches, sondern auch jemand, der eigenes Design realisieren kann, ohne dabei kostentechnisch zu weit von der Basis abzuweichen. Bisher war der Leon das beste Beispiel dafür, jetzt hat er dies mit dem Ateca nochmals deutlich in den Schatten gestellt. Dem Ateca fehlt die in dieser Klasse so auftretende optische Bequemlichkeit völlig. Die Kanten und Ecken unterstützen dabei die Designsprache, ohne sie als Basis für alles aufzugreifen, und erst dadurch gelingt das frische junge Design, das diesen Seat auszeichnet. Dazu passend serviert uns der heimische Importeur das Auto in "Samoa Orange Metallic" und damit in einer Farbe, die die gewünschte Frische und Leichtigkeit nochmals unterstützt. In Ordnung geht auch das südländische Design der Leichtmetallfelgen, das im krassen Widerspruch zu dem steht, woran deutsche SUV-Modelle ihre Reifen aufziehen.

Äußerlich profitieren kann der Ateca auch von seinen gelungenen Proportionen und so ist die Vorfreude groß, den Innenraum inspizieren zu können. Am Orange wird hier festgehalten, an den Ecken und Kanten ebenfalls. Nur das Lenkrad könnte etwas weniger klobig aussehen, an der Haptik gibt es aberauch hier nichts auszusetzen. Als Fahrer des Ateca fühlt man sich von der ersten Sekunde an gut aufgehoben. Ergonomisch dank vieler Einstellmöglichkeiten ziemlich perfekt, gibt es hier in Wirklichkeit nur die eingeschränkte Sicht nach hinten zu kritisieren. Schuld ist ausnahmsweise nicht die Heckscheibe, die hier groß genug ist, sondern das knapp geschnittene Feld der Rückspiegel, womit wir glücklicherweise auch hier einen Punkt gefunden hätten, bei dem sich Design und Praktikabilität im Weg stehen. Es sollte dann aber auch der einzige bleiben. Das Fußraumangebot in der zweiten Reiheverlangt beim Ateca nach den klassenüblichen Kompromissen, der Laderaum entspricht mit 485 Litern den Erwartungen.

Überraschend am gefahrenen Ateca scheint auf den ersten Blick die werksseitige Konfiguration. Auf Basis der Topausstattung Xcellence hat Seat die große Navigationseinheit ebenso eingepackt wie das herrlich weit öffnende Schiebedach, zahlreiche Assistenzsysteme oder praktische Dinge wie die schwenkbare Anhängerkupplung, die Umgebungskamera samt Rückfahrkamera und die sensorgesteuerte Heckklappe. Dazu noch das Soundsystem und die 19-Zoll-Felgen und schon ist das spanische Kompakt-SUV mehr als 41.000 Euro teuer. Gespart wurde hier auf den ersten Blick nur bei der Technik. 150 PS und ein manuelles Sechsganggetriebe überraschen da fast ein wenig, Allrad ist natürlich auch an Bord. 40 zusätzliche Pferdestärken samt DSG würden hier nach weiteren 4.000 Euro verlangen und den Ateca-Preis damit fast auf die Basisversion eines VW Touareg anheben. Das muss nicht sein.

Den Startknopf gedrückt, die auch hier mitunter recht nervige Start-Stopp-Automatik deaktiviert und die Kupplung getreten, flutscht der erste Gang geradezu von selbst rein. Während sich der Spanier zügig in Bewegung setzt, gilt es, diesen Vorwärtsdrang durch das Nachlegen der entsprechenden Gänge zu unterstützen. Das macht richtig Spaß. Man meint plötzlich, wieder mitreden zu dürfen, erwischt sich beim Gängeausdrehen genauso wie beim übertrieben frühen Hochschalten und vermisst DSG nicht einmal im Stau. Noch schöner ist es nur, den Ateca motiviert übers Land zu scheuchen, die gebotenen Traktionsreserven zu nutzen und dabei stets sehr sicher unterwegs zu sein. Ist dann aber einmal die ganze Familie samt Gepäck an Bord, zeigen sich an steilen Autobahnanstiegen die Grenzen der vorhandenen 150 PS. Dann gelingt es auch, den Verbrauch einmal knapp über die 8,0-Liter-Marke zu heben. Das ist okay.Keinerlei Leistungsmangel gilt es im leichten Offroad-Einsatz hinzunehmen. Wer vorsichtig fährt, kommt tiefer in den Wald hinein als erwartet und auch unbeschadet wieder raus. Steht ein Feld kurz davor, gepflügt zu werden, so bietet es einen herrlichen Spielplatz, um nahezu unendlichem Driftvergnügen zu frönen. Hier gewährt die weitreichende Auswahl an Traktionsprogrammen den gewünschten Spielraum. Etwas List ist auch im Offroad-Modus nötig, um ESP und Co zu überlisten.

Mit der Frische, die Seat ins SUV-Segment hineinbringt, kann es auch für künftige Modelle gerne weitergehen. Moderne Technik dort, wo sie Sinn macht, dazu ein klassisches Schaltgetriebe und sehr viel aus den Bereichen Komfort und Sicherheit. Die hohe Sitzposition ändert nichts an der gefühlten Sportlichkeit des Ateca, sie öffnet nur den Zugang zu einer Kundenschicht, die bisher kein spanisches SUV am Plan hatte.








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