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Ausgabe
04
2017


Mach zum Abschied leise Kassa

Handel

Als die Porsche Holding im März den Verkauf ihres europäischen Fremdmarkengeschäfts ankündigte, hielt sich die mediale Aufmerksamkeit in Grenzen: Dabei handelt es sich um einen entscheidenden Einschnitt in der Entwicklung des Salzburger Unternehmens.


Dass VW gleichzeitig ein großer Händler mehrerer Mitbewerber ist, mutet befremdlich an - seit 2011 war aber genau das der Fall. Damals integrierten die Wolfsburger mit der Porsche Holding nicht nur ihren Großhandelspartner für weite Teile Europas samt schlagkräftiger Einzelhandelsorganisation, sondern auch die (ihrerseits1999 von der Porsche Holding übernommene) französische Mehrmarkengruppe PGA. Diese ist für so unterschiedliche Marken wie BMW, Citroën, Mercedes, Opel, Peugeot oder Suzuki sowie punktuell auch für die VW-Konzernfabrikate tätig.

Sofern die Wettbewerbsbehörden zustimmen, wird der Großteil der PGA-Aktivitäten nunmehr abgestoßen, und zwar an die Schweizer Emil-Frey-Gruppe, die derzeit wohl das expansionsfreudigste Unternehmen im europäischen Automobilgeschäft ist.

Comeback für Christian Klingler

Konkret umfasst die beabsichtigte Transaktion 193 französische, 50 niederländische, 12 polnische und 6 belgische Mehrmarkenhäuser aus dem PGA-Portfolio. Außerdem sollen 14 französische PGA-Betriebe mit VW-Verträgen übergeben werden. Wer bei Emil Frey die Verantwortung für diese Autohäuser tragen wird, wurde von den schweigsamen Schweizern bisher nicht bekannt gegeben, doch ein Mann wäre dafür qualifiziert wie kein anderer - der Österreicher Christian Klingler, der als junger Manager der Porsche Holding in den Neunzigerjahren die damalige Übernahme von PGA begleitet hatte, später Vertriebs- und Marketingvorstand von Volkswagen war undnach seinem überraschenden Abgang in Wolfsburg Ende 2015 von der Frey-Gruppe engagiert wurde.

Konzerninternes Wachstum

Indes wird die Porsche Holding von Wolfsburg für die PGA-Abgabe entschädigt. Einerseits erhalten die Salzburger in Frankreich ein neu zu gründendes Tochterunternehmen namens "Volkswagen Group Retail France" zugesprochen. "In der VGRF möchten wir voraussichtlich per Juli 2017 die 19 Händlerbetriebe, die bisher zur Volkswagen Group France gehörten, mit 44 Händlerstandorten von PGA Motors, welche Volkswagen-Konzernmarken vertreten, zusammenführen", erklärt Alain Favey, Sprecher der Geschäftsführung. Die VGRF werde ungefähr 1.900 Mitarbeiter beschäftigen sowie jährlich rund 30.000 Neuwagen vermarkten. Andererseits wird auch einedirekt dem VW-Konzern gehörende, 37 Standorte umfassende Autohausgruppe in Schweden (Din Bil Sverige) der Porsche Holding zugeordnet.

Somit wird das europäische Autohandelsnetz der Porsche Holding künftig 420 Filialen in 21 Ländern umfassen. Die Logos konzernfremder Marken werden auf keinem dieser Betriebe mehr hängen - mit einer einzigen Ausnahme: In China sind einige der aktuell 26 Porsche-Holding-Häuser auch für BMW tätig.

(Jahresbilanz der Porsche Holding siehe Seite 17)








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