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Ausgabe
10
2016


...und jetzt auf zum Durchbruch!

Diverses

Spannende Vorträge und Diskussionen aber auch Humoristisches prägten das Nachmittagsprogramm des 9. A&W-Tages. Einen der Höhepunkte der Veranstaltung bildete das Referat von „Auto-Papst“ Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer.


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Die Vorträge zum Download

 

Bericht Vormittag

 

Nach einem launigen Ausflug in die Privatsphäre des „Kurier“-Kolumnisten-Ehepaares Gabriele Kuhn und Michael Hufnagl startete der Programmnachmittag des 9. A&W-Tages.

 

Dass die Idee des 1990 gegründeten Unternehmens auch bei einem Start im Jahr 2016 noch Erfolg haben könnte, ist Remus-Geschäftsführerin Komm.-Rätin Angelika Kresch überzeugt: „Aber in anderer Konstellation.“ Sie kritisiert, dass die erforderlichen Rahmenbedingungen durch die Politik nicht ausreichend gegeben werden. So stand das Unternehmen mit einem Exportanteil von 98% im Jahr 2011 vor der Wahl zwischen einer Verkleinerung auf 50 bis 100 Mitarbeiter oder eine Verlagerung eines Teils der Produktion ins Ausland. Aktuell habe Remus 135 Mitarbeiter in der Produktion in Bosnien-Herzegowina. Dorthin könnten weitere der 500 Arbeitsplätze in Berndorf und Voitsberg abwandern, lediglich Forschung und Entwicklung werden auf alle Fälle in Österreich bleiben.

 

Antje Woltermann, Chefin der europäischen Markenhändler, sagte, dass die Händler in Österreich im Vergleich zu ihren Kollegen in anderen Ländern ohnehin „wie im Paradies“ leben, das nach dem Wegfall der GVO das KraschG geschaffen worden sei. Obwohl die Hersteller immer mehr Aufgaben der Händler übernehmen, werden Letztere zu immer höheren Standards gezwungen. Dabei sei noch nicht klar, welche Rolle die Händler in Zukunft überhaupt übernehmen werden. Woltermann will in Brüssel auf jeden Fall daran arbeiten, dass die Situation für die Händler nicht weiter verschlechtert wird.

 

In einer leidenschaftlich geführten Podiumsdiskussion sagte Mimi Lehr, Geschäftsführerin des Mehrmarken-Autohauses Lehr in Horn, dass die Situation für die Händler in Zukunft kaum schwieriger werden könne, als sie ohnehin jetzt schon sei. Sie wünscht sich von den Herstellern/Importeuren mehr Zusammenarbeit, eine verstärkten Praxisbezug und eine bessere Kommunikation. Günther Kerle, Leiter des Arbeitskreises der Automobilimporteure, verstand diese Kritik durchaus: „Es stimmt sicher, dass einige Hersteller im stillen Kämmerlein entscheiden und die Auswirkungen zu wenig bedenken.“ Stefan Hutschinski, Chef des Vereins der Österreichischen VW-Audi-Seat-Skoda-Betriebe, forderte, dass die Hersteller mit den Händlern möglichst frühzeitig Gespräche über deren zukünftige Rolle führen und außerdem einen Stopp des Investitionswahnsinns. Ähnlicher Meinung war Josef Schirak, Einzelhandelssprecher im Bundesgremium des Fahrzeughandels: „Früher gab es Handschlagqualität mit den Importeuren und so etwas wie eine Partnerschaft. Heute diktieren die Hersteller alles und die Händler müssen es umsetzen.“

 

Unter dem Motto "Angst ist ein schlechter Ratgeber" analysierte Mag. Markus Auferbauer, Leiter des Motornetzwerkes bei willhaben.at die aktuellen Trends und Entwicklungen, die auch Chancen für den lokalen Autohändler bieten. Demnach müssen sich die Kfz-Betriebe als Marke positionieren und Mobilitätslösungen anbieten. Dazu müsse man Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden herausfinden: "Daten sammeln ist einfach, Daten sammeln ist erlernbar", so Auferbauer.

 

Dass der VW-Konzern unter den Konzernlenkern Dr. Martin Winterkorn und Dr. Ferdinand Piech „die Kurve gekriegt“ hätte, bestreitet Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer. Deutsche Autobauer hätten erkannt, dass es so nicht weitergehen könne. Er spannte einen Bogen über 130 Jahre Automobilgeschichte von der „fast heilen Welt“ zum Status quo, von den Forderungen der Politik zu den erreichbaren Praxiswerten und von den bei Nobelsportwagen erreichbaren Renditen bis zu den durch die Standards vorgeschriebenen Amortisationsillusionen. Er prangerte den VW-Abgasskandal und andere Konzern wie Fiat an, die angesagte Werte nicht erreicht bzw. bei denen Überprüfungen der angegebenen Werte Überschreitungen ergeben hatten. Optimistisch meinte zu Elon Musk: Er habe es geschafft: „Wenn es klappt wird Tesla die 4 . Premiummarke!“

 

„Aufbruch führt zum Umbruch und Umbruch zum Durchbruch“, resümierte „Autohaus“-Herausgeber Dipl.-Kfm. Hans Brachat am Ende der Veranstaltung. Gerhard Lustig, Herausgeber von „AUTO & Wirtschaft“ dankte abschließend allen Sponsoren für die Unterstützung und den zahlreich erschienen Gästen sowie dem Organisatoren-Team – natürlich nicht ohne allen Anwesenden zum 10. A&W-Tag, der 2017 stattfinden wird, einzuladen.

 

Ausführliche Nachberichte zum 9. A&W-Tag finden Sie in der kommenden Ausgabe der „AUTO & Wirtschaft“ sowie in der „AUTO-Information“ Nr. 2342, die am 21. Oktober 2016 erscheint.








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