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Ausgabe
06
2017


"Wir brauchen den Diesel"

Management

Bei der Bilanz-Konferenz in Renningen (D) forderte Bosch die Politiker eindringlich dazu auf, den Diesel nicht weiter derart negativ zu beurteilen und die Techniker nicht auf einen Pfad zu beschränken.


Es ist klar, dass ein Unternehmen wie Bosch, das seit Jahrzehnten in der Entwicklung und Produktion von Nebenaggregaten für Dieselmotoren weltweit führend ist, in der Diskussion um diese Technologie eine klare Position einnimmt. Nachdem Bosch bereits beim Wiener Motorensymposium Ende April seine neuesten Entwicklungen für einen sauberen Diesel präsentiert hatte, gab es auch im Mai bei der alljährlichen Bilanz-Konferenz in Renningen bei Stuttgart deutliche Antworten.

Weltweit seien 50.000 Menschen im Diesel-Bereich beschäftigt, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Volkmar Denner: Ein Diesel-Fahrverbot wäre ein Kurzschluss. Natürlich dürfe die Politik Emissionsnormen verschärfen, doch dies sollte man technologieoffen tun: "Man darf den Diesel weder bevorzugen noch verteufeln. Die Kreativität unserer Ingenieure darfnicht politisch auf einen Pfad beschränkt werden. Genau diese Kreativität könnte Fahrverbote technisch überflüssig machen."

"Keine emotionale Diskussion führen"

Sein Vorstandskollege Dr. Rolf Bulander, Geschäftsführer des weitaus größten Geschäftsbereichs Mobility Solutions, sagte, dass es beim Marktanteil des Diesels in Europa in den vergangenen Monaten einen Rückgang von 5 Prozent gegeben habe: "Kleinere Fahrzeuge mit niedrigerer Kilometer-Leistung sind davon stärker betroffen als größere Fahrzeuge. Die Politik und das Umfeld sollten wieder auf eine rein technische Diskussion zurückkehren und keine emotionale Diskussion führen, die mit Fakten fahrlässig spielt." Aufgrund der Anforderung, die CO2-Ziele zu erreichen, sei der Diesel unabdingbar.

Letzte Messungen hätten gezeigt, dass es bereits jetzt technische Lösungen gebe, durch die auch die viel kritisierten Stickoxid-Emissionen beim Diesel auf der Straße gleich seien wie im Fahrzyklus. Diese von Bosch entwickelten Lösungen könnten sofort in die Serienfertigung einfließen, so Bulander.

Neue Bremsscheiben für eine saubere Umwelt

Auch bei den Bremsscheiben stellte Bosch eine neue Entwicklung vor. Die iDisc erzeuge deutlich weniger Bremsstaub, das wirke sich positiv auf die Feinstaubbelastung aus, sagte Denner: "Wir sind dazu mit einem Hersteller in Kontakt und kommen in allernächster Zukunft auf den Markt. Da die Beschichtung aber relativ aufwändig ist, wird es anfangs wohl nicht in der Breite eingeführt werden."

Nachdem Bosch im Vorjahr den weltweiten Umsatz von 70,6 auf 73,1 Milliarden Euro gesteigert hat, erwartet man heuer ein Wachstum zwischen 3 und 5 Prozent. Vor dem Hintergrund der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten mit Prognosen sei man eher konservativ, so Denner.

Ein Interview mit Vorstand Dr.-Ing. Markus Heynüber die Zukunft der Werkstätten lesen Sie in der Juli/August-Ausgabe von AUTO&Wirtschaft!


(MUE)





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