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Ausgabe
05
2017


Fehler, die in Netzen zappeln

Gewerbe

In Zeiten, in denen Autos zu rollenden Computernetzwerken mit einer Vielzahl elektronischer Steuergeräte werden, steigen auch die Anforderungen an die Werkstätten. Bosch hat für freie Werkstätten Lösungen für die Fehlersuche.


Während die Zahl der Standard-Servicefälle in den Autowerkstätten abnimmt, zum Beispiel durch längere Service-Intervalle, werden die Anforderungen an die Diagnose durch mehr Elektronik im Auto immer komplexer", sagt Oliver Frei, Europa- Chef von Bosch Automotive Service Solutions. Diesem Trend trägt Bosch mit einer neuen Generation von KTS Rechnung. Seit 1988 bietet der Konzern eine solche "Kleintester Serie" an, anfangs ausschließlich für die Motorsteuerung. Seit 1999 kommunizieren diese Tester mit den Autos mittels der bekannten Esitronic-Software, die heute in der Version 2.0 Daten für 150 Fahrzeugmarken und 90.000 Modelle bereithält. Software und Tester sind äußerst erfolgreich am Markt, aktuell verwenden 70.000 Werkstätten weltweit das Bosch-System.

Direkter Datenlink zum Hersteller

Mehr noch können die Tester, wenn man sie übers Internet mittels PassThru-Verfahrens mit den Online- Datenbanken der Hersteller verbindet. Das ist zwar unbeliebt wegen komplizierter Registrierungsprozesse und Kosten für das Abonnement. Da der Komplexitätsgrad -zum Beispiel durch die Sensorik für autonomesFahren -aber weiter zunehmen wird, dürfte die freie Werkstatt am direkten Datenlink zum Hersteller nicht vorbeikommen, wenn sie auch morgen konkurrenzfähig sein will.

Die neuen Bosch-Tester KTS 560 und KTS 590 unterstützen wie die Vorgängermodelle PassThru und darüber hinaus den neuen schnellen Standard DoIP (Diagnosis over IP). Das gilt auch für die Ausführung als handliches und robustes Werkstatt-Tablet KTS 350. Freie Werkstätten, verspricht Bosch, sollen damit elektronische Werkzeuge an die Hand bekommen, welche im Wettbewerb mit den Händlerwerkstätten für gesteigerte Konkurrenzfähigkeit sorgen. "Zwar ist die Hardware neu und die Möglichkeiten deutlich erweitert", erläutert Henrik Plars, zuständiger Product Manager bei Bosch. "Die Benutzeroberfläche wurde aber bewusst nicht verändert."

Die Weisheit der Masse

Der kalkulierende Unternehmer nähert sich neuen Technologien immer mit der Frage im Hinterkopf, wo denn eigentlich der praktische Nutzen liegt. Dennoch glaubt man bei Bosch, dass eine Prise Social Media und Crowd-Lösungen bei der Fehlersuche in der Werkstatt von großem Nutzen sein können. Die seit Januar 2017 ausgerollte Online-Datenplattform EBR (für "erfahrungsbasierte Reparatur") ist eine Sammlung häufiger Reparaturfälle, die von Bosch-Experten betreut wird. Dem Abonnenten präsentiert sich EBR einfach als weiterer Reiter in der Esitronic-Software.

Mit den neuen Lösungen sieht Bosch sich und seine Kunden für die komplizierter werdende Diagnose-Zukunft in der Autowerkstatt gerüstet. Denn einen Auftrag nicht bedienen zu können, ist der "Worst Case" für jeden Unternehmer.








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