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Ausgabe
05
2017


Lego-Baukasten brachte die Idee

Wirtschaft

Der Neubau von BMW Auer in Krems ist das jüngste Referenzprojekt von Scholz Regalsysteme in Österreich. Firmenchef Gottfried Scholz überzeugte sich selbst.


Scholz zeigt, was man mit dem Baukasten-System für die Räderlagerung zaubern kann -nämlich eine Räderlagerung gleich welcher Größe. Denn heuer ist die Räderlagerung so wichtig, weil der Kunde zweimal im Jahr das Autohaus aufsucht. Selbst eine riesige Räderanzahl kann man mit dem System in jeder gewünschten Menge unterbringen und zudem leicht und schnell händeln.

Wie es dazu kam? Gottfried Scholz war in den 1980er-Jahren als Handelsvertreter für Büro-und Betriebseinrichtungen unterwegs. "Doch ich wollte etwas anderes machen, nämlich produzieren." Und so schaute er sich in ganz Europa bei Regalherstellern um. "Aber ich habe kein zukunftsorientiertes System gefunden. Also habe ich selbst eines entwickelt", sagt Scholz heute. Er gibt zu,sich am Lego- Baukasten orientiert zu haben: "Das Ziel: möglichst wenig Teile, möglichst rascher Aufbau."

Einlagern von Kundenrädern und neuen Reifen

Heute, drei Jahrzehnte später, kann man mit Fug und Recht behaupten: Die Idee von damals hat sich bewährt. Scholz ist heute eine fixe Größe, wenn es ums immer wichtiger werdende Einlagern von Kundenrädern und von Pneus aus dem eigenen Betrieb geht. Normalerweise haben in den Coverhallen 7 Baureihen übereinander Platz:Die Reifengarnituren verschwinden hintereinander im System. Werden nur Neureifen (ohne Felgen) gelagert, sind auch bis zu 10 Ebenen möglich. So groß ist natürlich kein Mensch, deshalb bietet Scholz auch den "Gorilla" an: Der hebt die Reifen in die benötigte Höhe und entlastet die Arbeiter. "Wir haben gestoppt: Eine Garnitur schafft man in weniger als einer Minute, selbst wenn sie ganz oben ist." Denn Scholz weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung: Zeit ist Geld, vor allem in der Saison im Frühjahr und Herbst.

125 Euro pro Garnitur kostet die Errichtung

Apropos Geld: Wie viel ein Händler für das neue Räderlager ausgeben muss, hängt natürlich von der Größe ab. Als Richtschnur darf man rund 125 Euro pro eingelagerte Garnitur rechnen. "Wir haben auch für 50 bis 100 Radsätze saubere Inhouse-Lösungen", sagt der Firmenchef. Die größte bisher errichtete Anlage fasst 5.000 Radsätze und wurde in Hof (D) gebaut: "Nachdem die Bodenplatte fertig war, haben wir binnen 6 Wochen alles fix und fertig errichtet." Vor Kurzem hat Scholz auch ein Angebot für eine Halle gelegt, die bis zu 16.000 Garnituren fasst. Auch sonst wird dieses Tempo gehalten: "Im Idealfall vergehen zwischen Planung und Fertigstellung nur 6 Monate." Scholz und sein Team kümmern sich auch um die Statik.

Die Module der Coverhalle sind jeweils 7,5 Meter breit, das Baukastensystem kann beliebig erweitert werden: "Man kann für die ersten 800 Garnituren planen und in einigen Jahren, wenn Bedarf besteht, erweitern. Die Außenwand ist in wenigen Stunden abgeschraubt, dann kommt der nächste Teil dran."

Reifenwechsel lockt Kunden ins Autohaus

Das Argument von Scholz: "Die Leute kommen immer seltener ins Autohaus und in die Werkstätte, weil sie sich online über den Neuwagenkauf informieren, die Autos technisch besser geworden und die Ölwechsel-Intervalle länger geworden sind. Doch die Reifen nutzen sich nach wie vor ab. Wenn ein Autohaus hier investiert, holt es sein Geld am schnellsten wieder rein."

Gebaut werden die Anlagenübrigens in Hofheim/Taunus. Jüngstes Beispiel in Österreich: die Halle neben dem Neubau von BMW Auer in Krems.








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