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Ausgabe
05
2017


Lernreise in den Generationswechsel

Handel

Philipp Edelsbrunner (20) und Sandra Zink (25), die Kinder der Geschwister und paritätischen Gesellschafter Ing. Klaus Edelsbrunner und Renate Zink-Edelsbrunner vom gleichnamigen Peugeot-Autohaus in Graz, begründen als Assistenten der Geschäftsleitung sachlich und zielsicher den Veränderungsprozess im Autohaus-Business.


Ihre Kinderstube war das Autohaus, also Basis für werthaltiges Fachverständnis. Nach dem Ausbildungsweg zeigen die Tendenzen von Sandra und Philipp, Cousine und Cousin, in Richtung Generationenfähigkeit. Der persönliche Bezug zum Auto und zur Marke Peugeot ist gelebte Praxis. Philipp schloss inzwischen die HTL ab und studiert jetzt Rechtswissenschaften. Er will firm sein in den immer komplizierteren Markenvertragswerken. Sandra kultivierte ihr Kaufmannswissen mit dem Bachelor of Science.

50 Jahre Jubiläum

Die Planung des 50-jährigen Firmenjubiläums liegt bereits in ihren Händen. Spätestens dann werden sie ihren Kunden zeigen, wie nahe sie ihnen bereits verbunden sind und unabhängig von Globalisierung, Übernahmen (PSA und Opel), Umstrukturierungen, neuen Lernmedien, geänderten Bedarfen und Kostendruck das Kundeninteresse pflegen.

Beide sehen in den nächsten 10 Jahren Veränderungen auf den Autohandel zukommen, ohne jedoch Existenzängste auszuprägen. "Im Kundenverhalten der heutigen Generation verschieben sich die Relationen", sagt Philipp: "Der erste Autokauf wird spätestens nach der Ausbildung, nach dem Jobangebot, der Familienplanung relevant. Darauf gilt es, sich flexibel einzustellen." Social Media, Internet gewinnen immer mehr Einfluss. "Man kann sich heute zwar leichter über das Wunschfahrzeug und den Wunschautohändler informieren", sagt Sandra. "Der Vertriebsweg allein über das Internet wird sich jedoch nicht durchsetzen."

"In letzter Konsequenz wird der Verkäufer Ansprechperson und Vertrauenspartner sein, dessen Aufgabenbereich wird sich aber drastisch ändern, um konkurrenzfähig zu bleiben." Philipp ergänzt: "Durch die steigende Anzahl an Tätigkeiten, die ein Verkäufer durchführen muss, wird in naher Zukunft eine Aufteilung in die Bereiche Kundenakquise, reiner Verkauf und Auslieferung erfolgen. Der Akquisiteur kümmert sich auch um den Netzauftritt und um die Verwaltung von Kundendaten. Der Bereich der Auslieferung wird mit der fortschreitenden Technisierung der Kraftfahrzeuge bitter nötig sein, um den Kunden bestens auf sein Fahrzeug einzuschulen." Bei "Virtual Reality" lässt Sandra die Kirche im Dorf: "Ein Kunde wird immer noch das Auto angreifen wollen, kein noch so gutes VR-Programm kann das persönliche Kauferlebnis restlos ersetzen."

E-Auto-Strategie

Zum Thema Antriebstechnologie sieht die Edelsbrunner-Junggarde den Trend eher in Richtung Wasserstoff führend als zum Elektroauto. Man müsste nicht eine neue Infrastruktur schaffen, auch das Stromtanken kann zu Problemen führen. Man stelle sich vor, man muss sein Fahrzeug aufladen, auch wenn die Hersteller versprechen, das Auto wird in zehn Minuten geladen sein, dauert es schon 30 Minuten, wenn zwei Autos vor einem dran sind. Bei Wasserstoff kann man die bestehende Infrastruktur aus Tankstellen weiter nutzen und hat dabei die gleichen Reichweiten wie herkömmliche Treibstoffe. So einfach denken unverbrauchte Unternehmerhirne.

Konfliktpotenzial Generationswechsel

Zwangsläufig unterscheiden sich die Vorstellungen von der zukünftigen Firmenführung zu denen von Vater, Tante und Opa. Philipp unverblümt: "Wo zu Zeiten meines Großvaters noch der patriarchalische Führungsstil vorherrschte, bemühe ich mich, einen kooperativen Führungsstil zu kultivieren, der bereits unter der zweiten Generation Anklang gefunden hat." Seine Cousine teilt diese Meinung, dass sich in heutigen Zeiten der kooperative Stil besser eignet, da auch die Mitarbeiter mit der Zeit gehen.

Man muss die Mitarbeiter daher zur Integrität motivieren anstatt sie nur anzuweisen, eine Tätigkeit durchzuführen. Wer diesen Spagat schafft, ist gerüstet für den Generationswechsel. Beim Edelsbrunner-Clan wurde dafür Vorsorge getroffen. Unbekümmert sympathisch und ohne jedes Tamtam.








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