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Ausgabe
04
2017


"Positionierung beibehalten"

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Starke Opel-Händler in Österreich könnten bei Bedarf in Zukunft auch PSA-Produkte anbieten, erklärt Maxime Picat, Europavorstand der Groupe PSA, in einem Exklusiv-Interview.


A&W: Welche Gründe haben die Groupe PSA veranlasst, Opel zu übernehmen?

Picat: Wir hatten jetzt die Möglichkeit und dank unseres Turnaround jetzt 8 Milliarden Euro freien, in den letzten 3 Jahren erwirtschafteten Cashflow und haben unsere Kräfte auf die Umsetzung des "Pushto-pass"-Plans konzentriert, mit dem wir uns profitables Wachstum verordnet haben. Wir haben alle Synergien der Übernahme erkannt. Mit dem Kauf von Opel/Vauxhall ergab sich die Möglichkeit, einen Nationen überschreitenden europäischen Champion zu schaffen und Nummer 2 in Europa zu werden.

Welche Reihung der Marken von PSA und Opel ergibt sich aufgrund derÜbernahme?

Picat: Damitändert sich nichts: Wir wollen die Positionierung unserer Marken beibehalten, denn wir haben nun zusätzlich die Chance, einem Kunden, der eine deutsche Marke kaufen will, ein Angebot zu machen und können ihn damit für einen französischen Konzern gewinnen. Wir reihen die Marken nicht auf einer Preis- oder Prestigeachse. Es sind unterschiedliche Fahrzeuge, unterschiedlich positioniert und zu unterschiedlichen Preisen.

Was bedeutet das für die Opel-Fabriken -unter anderem Opel Wien, zumal PSA bisher Komponenten ausschließlich in Frankreich eingekauft hat?

Picat: Alle künftigen Opel-Modelle werden mit PSA-Technologie gebaut sein, mit PSA-Motor und PSA-Getriebe. Momentan bedeutet das eine enge Zusammenarbeit, morgen werden noch weiterhin Motor und Getriebe definitiv von den Fabriken in Polen und Österreich kommen. Eines Tages aber werden sie PSA-Getriebe und PSA-Motoren übernehmen. Denn heute sind PSA-Werke gar nicht in der Lage, eine Million zusätzlicher Triebwerkskomponenten herzustellen.

Was wird mit den Händlernetzen passieren, wenn Opel nun zur Groupe PSA kommt?

Picat: Ich glaube, für Opel gilt dasselbe wie für Citroën und Peugeot: Es wird bei den Markennetzen bleiben. Aber in Fällen, bei denen sich die Möglichkeit ergab, hat schon bisher ein Citroën-Händler, der Champion war, die Aufgaben eines in Problemen steckenden Peugeot-Händlers - oder auch in umgekehrter Markenkonstellation - übernommen und die Marken separat sowie den Standards entsprechend geführt. Die Möglichkeit ergibt sich nun auch mit Opel. Daher könnte PSA zum Beispiel mit bestehenden starken Opel-Händlern in Deutschland und Österreich auch für die PSA-Marken arbeiten und dem starken Peugeot-Netz in Frankreich als zusätzliche Marke Opel anbieten.








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